In den bernischen Wäldern wird es brenzlig
Der Kanton Bern hat gestern die Waldbrandstufe beinahe im ganzen Kanton Bern von «mittel» auf «gross» heraufgesetzt. Nur das Berner Oberland, wo noch Schnee liegt, ist nicht davon betroffen.
Waldbrandgefahr ist im Frühling aber ein gängiges Phänomen. «Im Frühjahr ist die Gefahr sogar oft grösser als im Sommer», sagt Michael Sautter, Waldbrandbeauftragter des Amts für Wald. Denn: «Die Vegetation ist im Frühling noch trocken und ausgelaugt vom Winter.» Grüne Gräser, welche die Entzündbarkeit bremsten, gebe es noch kaum. Da die Bäume noch kein Laub trügen, könne die Sonne zudem ungehindert bis zum Boden vordringen und diesen zusammen mit dem Wind weiter austrocknen.
Vor einem Jahr war es schlimmer
Da es seit zwei Wochen kaum Niederschläge gegeben hat, steigt nun die Gefahr eines Brandes: «Die obere Bodenschicht ist im Moment sehr trocken, ein Brand kann sich schnell ausbreiten», führt Sautter aus. Je länger es trocken bleibe, desto tiefer reiche die Trockenheit. «Wenn auch die unteren Bodenschichten keine Wasserbestände mehr haben, kann es zu intensiven und tiefgründigen Bränden kommen.» Die Situation sei aber nicht so angespannt wie im letzten Frühjahr. Noch nicht. «Wenn die Trockenheit noch längere Zeit anhält, wird die Situation kritisch.» In diesem Fall wird die höchste Gefahrenstufe «sehr gross» festgelegt. Besonders brandgefährdet sind junge Nadelholzbestände, denn junge Fichten und Tannen leisten Flammen oft Hilfestellung als «Feuerleiter»: «Bei jungen Nadelbäumen reichen die Äste bis zum Boden. Über diese Äste gelangen die Flammen schnell bis zu den obersten Baumwipfeln», sagt Sautter. Ebenfalls stark betroffen sind Wälder an Südhängen und lichte Wälder, wo die Sonne tagelang auf den Boden einwirkt.
Landwirtschaft kann nur hoffen
Anders als Waldboden ist Feldboden der Sonne schutzlos ausgeliefert. Die lange Trockenheit bereitet deshalb auch der Landwirtschaft Sorgen. «Es hängt jetzt alles davon ab, wie es in den nächsten zwei Wochen weitergeht», sagt Hanspeter Baumann, Stabchef vom Amt für Landwirtschaft und Natur (Lanat). Wenn in den nächsten zehn Tagen nicht grössere Wassermengen herunterregneten, entstünden schnell Schäden – bis hin zu Ernteausfällen.
Massnahmen dagegen könnten die Landwirtschaftsbetriebe nicht ergreifen, sagt Baumann. «Die Berner Landwirtschaft ist nicht auf Bewässerung eingestellt. Wir können nichts machen als warten und auf Regen hoffen.» (Der Bund)
Erstellt: 31.03.2012, 10:54 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
Bern
- 13:00Am Ende durch den «Hexenkessel»
- 11:41Winterdach über «Strämu» ruft Komitees auf den Plan
- 10:44Kommentar: Wenn die Stadt für die Reichen baut
- 09:45Tibet-Demo – aber nicht auf dem Bundesplatz
- 09:29«Mit diesem Bau leistet die Stadt der Gentrifizierung in der Lorraine Vorschub»
- 08:40Der Weltrekordlauf des Wunderläufers
Bern
- 13:00Am Ende durch den «Hexenkessel»
- 11:41Winterdach über «Strämu» ruft Komitees auf den Plan
- 10:44Kommentar: Wenn die Stadt für die Reichen baut
- 09:45Tibet-Demo – aber nicht auf dem Bundesplatz
- 09:29«Mit diesem Bau leistet die Stadt der Gentrifizierung in der Lorraine Vorschub»
- 08:40Der Weltrekordlauf des Wunderläufers

Bitte warten


































































































































