Bern

Einblicke ins Leben auf dem Thorberg

Aktualisiert am 29.08.2012 1 Kommentar

Das Museum für Kommunikation beleuchtet das Leben hinter Gittern auf dem Thorberg und hat dafür sechs Zellen in Originalgrösse nachgebaut.

Das Museum für Kommunikation wirft einen Blick hinter die Mauern der geschlossenen Strafanstalt Thorberg im Kanton Bern, wo für die Gefangenen der Fernseher das Fenster zur Welt ist. Das Bild zeigt eine echte Zelle auf dem Thorberg.

Das Museum für Kommunikation wirft einen Blick hinter die Mauern der geschlossenen Strafanstalt Thorberg im Kanton Bern, wo für die Gefangenen der Fernseher das Fenster zur Welt ist. Das Bild zeigt eine echte Zelle auf dem Thorberg.
Bild: Valérie Chételat

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«Thorberg» – ein Film von Dieter Fahrer

«Thorberg» – ein Film von Dieter Fahrer
Anfang September kommt Dieter Fahrers Film «Thorberg» in die Kinos. Der Berner hat sich drei Jahre Zeit genommen, um das Innenleben des Thorbergs auszuleuchten.

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Ausstellung

Die Ausstellung wird am Donnerstag eröffnet und dauert bis am 28. Oktober.

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Das Museum für Kommunikation wirft einen Blick hinter die Mauern der geschlossenen Strafanstalt Thorberg im Kanton Bern. Dort sitzen «schwere Jungs» ein. 18 von ihnen hat der Filmemacher Dieter Fahrer porträtiert.

Alcatraz der Schweiz, wird die Strafanstalt auf dem hohen Sandsteinfelsen über dem beschaulichen Ort Krauchthal im Volksmund genannt. Auf den Thorberg kommen schwere Verbrecher, Gemeingefährliche oder Rückfällige. 180 Männer aus 40 Nationen sind dort inhaftiert.

Fenster zur Welt

In mehrjähriger Arbeit hat der Filmer Dieter Fahrer Einblick in diese abgeschlossene Welt gewonnen. In kurzen Filmporträts von fünf bis acht Minuten erzählen 18 Gefangene aus ihrem Leben. Sie berichten vom Eingesperrtsein, von ihrem Leben davor, von Schuldgefühlen, Hoffnungen und Ängsten.

Die Besucherinnen und Besucher des Museums für Kommunikation können die Porträts in sechs eigens in Originalgrösse nachgebauten Gefängniszellen ansehen. In jeder Zelle stehen Einrichtungsgegenstände vom «Thorberg».

Auch ein Fernseher ist in jeder Zelle vorhanden, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Für die Gefangenen ist ein Fernseher oft ein Fenster zur Welt. Für die Ausstellungsbesucher ist er im Gegenzug nun ein Fenster ins Innere einer Strafanstalt. (jb/sda)

Erstellt: 28.08.2012, 15:01 Uhr

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1 Kommentar

Beat Müller

28.08.2012, 21:17 Uhr
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Sehr gute Ausstellung. Nur was noch fehlt ist die Statistik des Eidg. Justiz- und Polizeidepartement über den prozentualen Anteil ausländischer Häftlinge in CH-Zuchthäusern. Das sind national 70% Ausländer und diese Infrastrukturen mitsamt dem Justiz- und Polizeiapparat - also die ganze Wertschöpfungskette "von der Verhaftung bis zum Absitzen" - bezahlen wir Steuerzahler von A bis Z. Antworten



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