Bern

15-Jähriger musste die Schweiz verlassen

Aktualisiert am 01.09.2012 7 Kommentare

Ein Wunder ist am Samstag nicht mehr passiert: Der Münsinger Schüler Artur Bondarenko wurde gemeinsam mit seiner Mutter nach Moskau ausgewiesen.

Artur Bondarenko (ganz links) ist nicht mehr in der Schweiz.

Artur Bondarenko (ganz links) ist nicht mehr in der Schweiz.
Bild: Valérie Chételat

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Der gebürtige Russe Artur Bondarenko ist nicht mehr in der Schweiz: Der 15-jährige Schüler aus Münsingen, bestens integriert in seinem Dorf, wurde gemeinsam mit seiner Mutter nach Moskau ausgewiesen.

Als sich Artur am Flughafen Zürich Kloten von seinen Schulkollegen verabschieden wollte, kam es zu dramatischen Szenen. So konnten die meisten seiner Schulkollegen laut einem Bericht von «Blick online» die Tränen kaum zurückhalten. Besonders der Lebenspartner der Mutter konnte den Abschied kaum ertragen.

Flug musste umgebucht werden

Offenbar hat sich die nun auseinandergerissene Patchwork-Familie zu viel Zeit für den Abschied genommen, zudem habe es Probleme beim Sicherheitscheck sowie «einige Verwirrungen um die Papiere für das Migrationsamt» gegeben: Der Flug musste umgebucht werden. Um 14.20 Uhr hob die Maschine schliesslich in Richtung Moskau ab.

Da Arturs Mutter rechtskräftig verurteilt ist und nicht mehr in der Schweiz weiterleben durfte , musste sie ausreisen. Und da Artur minderjährig ist, musste er gemeinsam mit seiner Mutter das Land, in dem er seit neun Jahren gelebt hat, verlassen. (bs)

Erstellt: 01.09.2012, 18:33 Uhr

7

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

7 Kommentare

Roman Kubala

01.09.2012, 23:39 Uhr
Melden 27 Empfehlung 0

Die Haltung heutzutage wird immer widerlicher. Der Ehemann der jetzt verbannten Frau hat gedealt, wenn ich das richtig verstanden habe, und nicht sie! Sie hatte Angst vor ihm, und deshalb geschwiegen. Jetzt wird Sippenhaft angewendet. Die Frau, der Junge und der neue Lebenspartner müssen qualvoll darunter leiden. Wie menschenverachtend, seelenlos und kalt muss es denn noch werden in diesem Land? Antworten


Stephan Aebersold

02.09.2012, 00:09 Uhr
Melden 20 Empfehlung 0

Wenn Artur Bondarenko und seine Mutter hätten hierbleiben können, hätten sich einige Entscheider exponieren müssen. Das wollten Sie offensichtlich nicht. Hier, genau hier beginnt die Banalität des Bösen. Ich fühle mich angewidert. Antworten



Bern

Populär auf Facebook Privatsphäre


Genusswelt

Besuchen Sie unsere Genusswelt und entdecken Sie die Welt des Genuss!

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?

Online-Wettbewerb

Gewinnen Sie ein tropisches Wochenende in Frutigen.

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Nicht von dieser Welt!

Entdecken Sie die arabische Märchenwelt aus 1001 Nacht!