Bern

BDP holt 25 Sitze – FDP, SP, Grüne und EVP verlieren

Von . Aktualisiert am 29.03.2010 3 Kommentare

Auf Kosten von Rot-Grün und FDP ist im Grossen Rat das politische Zentrum ge- stärkt worden. Die BDP wurde drittstärkste Partei.

Sitzverteilung im Grossen Rat 2010

Sitzverteilung im Grossen Rat 2010


Quelle: Staatskanzlei Kanton Bern


So erfolgreich wie die Regierungsratswahlen sind auch die Grossratswahlen für die BDP verlaufen – oder eigentlich noch erfolgreicher: Die neu gegründete Partei holte mit einem Stimmenanteil von 16,0 Prozent auf Anhieb 25 Sitze, das heisst, sie verbesserte sich gegenüber dem Besitzstand im alten Parlament um 9 Mandate. Die Zeche dafür bezahlten vor allem die FDP, die von 26 auf 17 Mandate zurückfiel, und die SP, die sieben Mandate verlor und nur noch über 35 Sitze verfügt.

Die SVP, von der sich die BDP Mitte 2008 abgespaltet hatte, musste im Vergleich zu ihrem Resultat 2006 erstaunlich wenig Haare lassen. Ihr Stimmenanteil ging nur um 0,8 Prozentpunkte zurück, was sich mit etwas Proporzpech im Verlust von drei Mandaten niederschlug. Mit neu 44 Grossräten ist die SVP aber wieder klar stärkste Partei.

Zu den Verliererinnen dieser Wahlen gehören für einmal auch die Grünen, die nur noch über 16 statt 19 Mandate verfügen. Sie mussten wohl der erstmaligen Beteiligung der Grünliberalen Tribut zollen, die 4 Sitze holten und damit die Fraktionsstärke nur um ein Mandat verfehlten. Federn lassen musste auch die EVP, die von 13 auf 10 Mandate zurückfiel, und einen Sitz verlor schliesslich die EDU, die noch über 5 Sitze verfügt. Die jurassischen Sozialisten konnten ihre 3 Mandate halten. Trotz einer Regierungsratskandidatur blieb die CVP bei nur einem Mandat stecken. Die FPS, die Schweizer Demokraten und die jurassische Entente sind im neuen Rat nicht mehr vertreten.

Keine Frauenwahl

Vor vier Jahren wurden 50 Frauen in den Grossen Rat gewählt, was einem Anteil von 31,3 Prozent entsprach. Im neuen Rat werden nur noch 42 Frauen Einsitz nehmen (Anteil 26,3 Prozent). Auffallend ist dabei, dass bei der SP die erlittenen Verluste hauptsächlich zu Lasten von Frauen gehen. (bur) (Der Bund)

Erstellt: 29.03.2010, 07:52 Uhr

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3 Kommentare

Nicole Meier

29.03.2010, 11:45 Uhr
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Gewählte Rot - Grüne Politiker, vergesst nicht das ihr für alle Arbeiten sollt. Habt nicht nur Eure Parteiziele vor Augen, sondern auch die von Euren Gegenern. Denn jeder Zahlt hier Steuern und hat Anspruch auf eine Gute Regierung und nicht auf Parteienklüngel. Antworten


Rudolf Burgener

29.03.2010, 18:03 Uhr
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Das Lachen der Regierung ist nicht so, wie erwartet, da das Parlament nun Gegensteuer geben wird, wenn die Regierung versucht etwas durchzuboxen! Antworten



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