Bern

Der brave wilde Gäbelbach

Von Daniel Gaberell. Aktualisiert am 05.02.2010

Der Gäbelbach gerät zu Unrecht immer wieder in Vergessenheit, dabei zeigt sich gerade dort, am nahen Stadtrand, die Natur von ihrer schönsten Seite.

Von der Eymatt her kommend, fliesst einem der Gäbelbach bereits als braves und kanalisiertes Wässerchen entlang von letzten Wohnhäusern und Schrebergärten entgegen. So beklemmend der Einstieg dieses Spazierganges, so wohltuend und überraschend dann die folgenden dreissig Minuten. Kaum im Wald angekommen, entpuppt sich der kanalisierte Teil des Gäbelbaches als ruhig, still und schon beinahe mystisch. Rechts vom Weg schlängelt sich der wildere Teil des Gäbelbachs, wie es ihm beliebt: Er plätschert über zahlreiche kleine Stromschnellen, sucht sich Wege unter Baumständen hindurch und staut sich nicht selten zu kleinen Seelein. Weiter vorne dann steht die altehrwürdige Schleuse, die den Gäbelbach zweiteilt.

Am Ende dieses verwunschenen Spaziergangs fährt entweder der Gäbelbach-Bus zurück in die Stadt, oder aber man kehrt um und trinkt im Eymatt-Beizli beim TCS-Camping noch einen heissen Glühwein. (Der Bund)

Erstellt: 05.02.2010, 09:14 Uhr

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