Dossier: «Bund»-Serie zur Kreativarbeit
Wie sieht der Berufsalltag von Menschen aus, die ohne Chef und ohne geregelte Arbeitszeiten aus sich heraus etwas schaffen? Die Serie «Kreativarbeit» präsentiert eine Auswahl an Antworten.
Artikel aus dem «Bund»
Sophie Hungers grösster Traum
Am Freitag ist Sophie Hunger zu einer weiteren Tournee aufgebrochen: Bis Mitte Dezember stehen 43 Konzerte in sechs Ländern an. Für eine 26-Jährige, die sich schämt, wenn sie irgendwo die eigene Musik hört, ist das kein leichtes Unterfangen. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 30.09.2009
«...und am Ende ist man geläutert»
Seine Schmerzgrenze sei hoch, sagt Stefano Wenk. Dennoch habe es ihn einige Überwindung gekostet, in «Woyzeck» als Narr in Strumpfhosen auf die Bühne zu treten. «Solange ich mir zuschaue beim Spielen, erreiche ich nie das Maximum», sagt der Schauspieler. Ein Gespräch über die Kunst, ins Leere zu springen und in die Haut eines anderen zu schlüpfen. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 23.09.2009
Es war Liebe auf den zweiten Blick
Mit zwölf haben sie in einer Schülerband zusammen gespielt, erst viele Jahre später sind sie sich an einem Flamenco-Konzert wieder begegnet. Das Wiedersehen hatte privat und beruflich Folgen: Heute suchen Julia Stucki und Nick Perrin als Künstlerpaar nach neuen Ausdrucksformen. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 16.09.2009
«So versuche ich, Gott zu betrügen»
Judith Kuckart hat nie davon geträumt, Schriftstellerin zu werden. Doch der Zufall wollte es, dass ihr eines Tages ein gut dotierter Vertrag für einen Roman vorgelegt wurde. 20 Jahre später sagt Judith Kuckart: «Wenn ich vier Stunden am Schreibtisch sitze, habe ich acht Stunden gelebt.» Ein Gespräch über Disziplin, Widerstände und den Dialog mit Toten. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 09.09.2009
Zwei Atelierräume, eine Passion
Bevor er auf den Auslöser drückt, lässt er sie durch den Sucher schauen. Bevor ihre Werke Gestalt annehmen, will sie sich mit ihm austauschen. Die Malerin Elsbeth Böniger und der Fotograf Christian Indermühle teilen ihre passionierte Hingabe an die Kunst. Gleichwohl hüten sie sich davor, sich zu sehr in die Welt des anderen einzumischen: Zwischen ihren Atelierräumen gibt es weder Tür noch Verbindungstreppe. Mehr...
Von Interview: Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 02.09.2009
«Wir sind alle so furchtbar ängstlich»
Chantal Michel hat die Kunst der Inszenierung und des Rollenspiels so sehr perfektioniert, dass sie sich manchmal selber abhanden kommt dabei. Ein Gespräch mit der 41-jährigen Künstlerin, die derzeit im Schloss Kiesen arbeitet. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 19.08.2009
«Ich wollte immer fliegen können»
Gegen den Willen seiner Eltern liess sich Oliver Dähler im Ausland zum Tänzer ausbilden. Er bezeichnet den Tanz als «härteste Schule» und als Chance, seine «Energie zu kanalisieren». Heute fliesst der Grossteil seiner Kraft in die Choreografie; sein Körper ist zu müde für all die Strapazen. Mehr...
Von Interview: Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 12.08.2009
«Dann staune ich wie ein Kind»
Yves Danas Werke sind gefragt, mal sind sie in Paris, mal in Mailand, London oder Madrid zu sehen. «Es bringt nichts, übermässig stolz darauf zu sein – den Stein beeindruckt das nicht», sagt der 50-jährige Bildhauer. Sitzt er in seinem Atelier vor einem neuen Objekt, fühlt er sich immer wieder wie ein Anfänger – wie ein sehr glücklicher allerdings. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 08.04.2009
«Seit die Krise da ist, läuft es besser»
«Kunst ist immer ein Experiment, eine Auseinandersetzung mit Emotionen, mit dem Unmöglichen», sagt Ana Roldan. Die 31-jährige Künstlerin erzählt, warum sie ihre Werke anfänglich für «unbezahlbar» hielt, wie sie später im Kunstmarkt Fuss gefasst hat und weshalb ihre Antennen sogar in den Ferien dauernd auf Empfang sind. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
Glas malen und Räume öffnen
«Dein Problem ist, dass du zu ehrlich bist», sagt Jürg Halter zu seinem Vater Martin Halter, der seit 40 Jahren Kunst aus Glas schafft. Jürg Halter ist aus der Familientradition ausgeschert, er schreibt Gedichte und rappt als Kutti MC. «Als ich seine erste Lesung besuchte, dachte ich, da sitze ein anderer am Mikrofon», erinnert sich Martin Halter. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
«Musik war meine einzige Heimat»
Musiker sei kein Beruf, gaben seine Eltern ihm zu verstehen. Wieslaw Pipczynski hörte nicht auf sie und wurde Musikant. «Man lernt sehr viel, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird», sagt er im Rückblick auf seine Lehr- und Wanderjahre. Heute wirkt der 55-Jährige als Pianist, Organist, Komponist, Musiklehrer und Stummfilm-Begleiter. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
«Zahltag gibts nur alle drei Jahre»
Seit 35 Jahren arbeitet Ernst Oppliger im gleichen Raum an seinen Scherenschnitten. Er beginnt sein Tagwerk um 8 Uhr und legt die Schere um 23 Uhr nieder. Gelegentlich gönnt er sich einen kleinen Luxus – mit schlechtem Gewissen. Nun steht der 58-Jährige vor einem «Experiment mit offenem Ausgang»: Er probt den Abschied von der Schere. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
«Erwiderte Liebe ist das Schönste»
«Ich habe in Kauf genommen, niemand zu sein für den Markt», sagt der Fotograf Reto Camenisch. Statt weiterhin im Auftragsverhältnis um die Welt zu fliegen, hat er Berge erwandert und in die eigenen Abgründe geschaut. Nun ruft das Himalaja-Gebirge. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
«Mir ist es wohler auf Baustellen»
«Im Zweifelsfall habe ich mich immer für jenen Weg entschieden, vor dem ich mehr Angst hatte», sagt die Berner Musikerin Nadja Stoller. So wurde die heute 34-Jährige zur Komponistin und Sängerin, obwohl sie keinen Hit schreiben kann und nicht fürs Rampenlicht geboren ist. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
«Schreiben fällt mir furchtbar schwer»
Er sei «faul und undiszipliniert», sagt Peter Bichsel, eine Kolumne zu schreiben, bedeute «eine Woche Leidenszeit». Der 73-Jährige will das nicht als Klage verstanden haben, vielmehr empfindet er es als Luxus, sich so ausdauernd quälen zu können. Ein Gespräch über Buchstabensucht, Fantasielosigkeit und die Unfähigkeit, eine Postkarte zu verfassen. Mehr...
Von Mathias Morgenthaler. Aktualisiert am 01.04.2009
Bern
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