Aufgetischt: Emmentaler Kost im «Sternen»
Von Lisa Stalder. Aktualisiert am 16.06.2010
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Karte: Grosse Auswahl an Emmentaler und Berner Spezialitäten wie Bärnerplatte, Suure Mocke oder Bratwurst und Rösti.
Preise: Die meisten Gerichte kosten zwischen 20 und 35 Franken. Die Vorspeisen sind ab Fr. 5.50 (Fleischsuppe) und Fr. 6.80 (grüner Salat) zu haben.
Kundschaft: Im Speisesaal trifft man auf Businessleute, Festgesellschaften und Verliebte beim Tête-à -tête, in die Gaststube kehren «Büetzer» und Ausflügler ein.
Öffnungszeiten: Der «Sternen» ist von Mittwoch bis Sonntag ganztags geöffnet.
Adresse: Bernstrasse 6, 3506 Grosshöchstetten, 031 720 24 24, www.stegro.ch
Denn neben den wunderschönen Wanderwegen sowie dem frisch sanierten Hallenbad hat Grosshöchstetten auch kulinarisch einiges zu bieten. So preisen die Pächter Jürg und Therese Stettler-Gfeller auf der Webseite des Landgasthofes Sternen Erlebnisgastronomie vom Feinsten an. Grund genug, eine Reise ins Emmental in Angriff zu nehmen.
Die Speisekarte des «Sternen» ist umfangreich: Neben deftigen Berner und Emmentaler Spezialitäten wie Bärnerplatte (Fr. 35.–) und Suure Mocke (klein Fr. 24.50, gross Fr. 29.50) wartet die Karte auch mit ausgefalleneren Speisen auf: So beispielsweise das Pferde-Entrecôte mit Pfeffersauce (Fr. 26.50) oder das Filet de Bœf Stroganoff (Fr. 37.50). Wer sich auf die Ferien in Südfrankreich einstimmen möchte, bestellt am besten Miesmuscheln nach altem Matrosenrezept (Fr. 25.50). Obwohl die meisten Gerichte fleischlastig sind, kommen auch Vegetarier auf ihre Kosten. Sie haben die Wahl zwischen Tagliatelle mit Trüffelöl-Essenz (Fr. 25.50) und dem Gemüseteller (Fr. 23.50). Die Testesserin entscheidet sich für die Eglifilets Vevey-Art (Fr. 29.50) und den Nüssli-Salat mit Ei (Fr. 9.90).
Während der Salat zubereitet wird und der Fisch in der Pfanne brutzelt, bleibt Zeit, um das Interieur anzuschauen. Der Speisesaal ist eher altmodisch, aber gemütlich eingerichtet: Auf den Holztischen stehen Lampen mit Pergamentschirm und Metallfuss, ähnlich wie jene, die einst auch Grossmutters Wohnzimmer erhellten. An den Wänden hängen Bilder von Albert Anker, auf denen Bauernkinder zu sehen sind. Sollte man einmal länger auf seine Speise warten müssen, stehen auf dem Buffet Bücher rund um die Gastronomie bereit. Doch bevor die Testesserin in «Verführung zum Geniessen» schmöckern kann, wird der Salat serviert. Die Vorspeise wurde auf einem modernen, quadratischen Teller angerichtet, ein regelrechter Stilbruch zum restlichen Interieur. Das aber tut der Vorspeise keinen Abbruch, sie überzeugt in jeder Hinsicht. Das Highlight ist jedoch die hausgemachte Züpfe, die zur Vorspeise serviert wird. Doch hier ist Zurückhaltung angesagt, schliesslich soll für den Fisch noch genügend Platz bleiben. Dieser folgt sogleich. Die Eglifilets sind so zart, dass sie einem regelrecht auf der Zunge zergehen. Die Salzkartoffeln, die in einem separaten Gefäss serviert wurden, sind nicht zu weich, aber auch nicht zu hart, die Grösse der Portion gerade richtig. Kurz und gut: Der Hauptgang ist rundum gelungen. Für ein Dessert reicht der Platz nicht mehr. Doch ganz braucht man nicht auf Süsses zu verzichten: Zum Kaffee bringt die nette Bedienung einen kleinen Teller mit drei hausgemachten Butter-Güetzi – auch diese sind eine wahre Gaumenfreude.
(Der Bund)
Erstellt: 16.06.2010, 15:04 Uhr
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