Petkovic: «Ich fühle mich wohl bei YB, ich fühle mich sicher»
Von Peter Herzog. Aktualisiert am 02.08.2010 4 Kommentare
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Im Comunale kennt Vladimir Petkovic jede Ecke, schliesslich hat er während vier Jahren für die ACB als Trainer gearbeitet, während der Saison 1997/98 und von 2005 bis 2008. Im kleinen Presseraum unter der Tribüne ist nichts von modernen Videowänden und Hightech zu sehen, da ist der Trainer durch die räumliche Enge schnell auf Tuchfühlung mit den Journalisten. «Herr Petkovic», sagte ein Journalist nach dem Spiel zum YB-Trainer, «ich will Sie nicht provozieren, aber ich habe eine kleine provokative Frage: Vor zwei Jahren wurde Trainer Andermatt nach drei Spielen und nur einem Punkt bei YB entlassen. Wie sehen Sie Ihre Situation?» Petkovic antwortete ruhig: «Diese Frage ist legitim. Ich fühle mich wohl bei YB, ich fühle mich sicher.»
Fünf Spielen in Serie hat YB in der Super League nicht mehr gewonnen, rechnet man die beiden Niederlagen in Luzern (1:5) und in der Finalissima gegen Basel (0:2) aus der vergangenen Saison dazu. Der letzte Sieg datiert vom 5. Mai beim 2:1 gegen St. Gallen.
«Einige dachten, es werde einfach»
«Wir brauchten drei Viertel der Partie, um auch nur ein wenig ins Spiel zu kommen», sagte Petkovic. «Nach der guten Leistung vom Mittwoch gegen Fenerbahçe glaubten einige meiner Spieler, es werde gegen Bellinzona einfach.»
Für Christoph Spycher hatte das frühe Gegentor durch Mauro Lustrinelli, den YB, so Spycher, «nie in den Griff bekam», vorentscheidende Bedeutung. «Wir wussten, dass es ein ganz anderes Spiel wird als gegen Fenerbahçe, dass bei uns eine gewisse Müdigkeit da ist. Aber da muss man sich in ein Spiel hineinkämpfen, um vorerst einmal zumindest ein 0:0 zu halten.»
Eigenartigerweise schaffte es YB erst nach dem Platzverweis von Abwehrchef Dudar in Unterzahl, die Tessiner in der letzten Viertelstunde etwas unter Druck zu setzen. «Der Schiedsrichter hat mit der Roten Karten gegen Dudar einen ganz gefährlichen Kopfballspieler für uns vom Platz geholt», sagte ACB-Trainer Roberto Morinini. «Das war gut für uns, aber auch schlecht, weil wir danach zu passiv waren.» Und Morinini fügte an. «Ich will den Sieg meines Teams nicht schmälern, aber vor der Pause hat uns YB überhaupt keine Probleme bereitet.» Am nächsten Sonntag kommt es nun in Zürich bei GC - YB zum Duell zweier siegloser Teams, und bei YB wird auf dem Letzigrund der gesperrte Abwehrchef Dudar fehlen. (Der Bund)
Erstellt: 02.08.2010, 07:30 Uhr
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4 Kommentare
Man musste Petkovic schon nach dem Debakel in Sion vom letzten Jahr ablösen. Ein Trainer, der die Mannschaft nicht motivieren und seine eigenen Fehler nicht gestehen kann und der gegen einzelne eigene Spieler agiert (letztes Jahr Yapi, dieses Jahr Regazzoni) darf nicht weiter trainieren. Zudem kommt, dass dieses Jahr die Mannschaft viel schwächer ist, als jene vom letzten Jahr. Antworten
Wer mit einem Vorsprung von zwischenzeitlich 13 Punkten nicht Meister wird, hat ein grundsätzliches Problem, das sicher nicht nur beim Trainer zu suchen ist. Nach vielen Jahren der Treue hat YB nun meine Sympathien verspielt. Diese gelten ab sofort dem FC Thun. Antworten
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