Bern

YB-Powerplay brachte späten Sieg

Von Peter Herzog. Aktualisiert am 06.05.2010

Lustrinelli und Bienvenu schossen die Young Boys gegen St. Gallen vom 0:1 zum 2:1. Der Kameruner erlöste YB in der 93. Minute mit dem zweiten Treffer auf Berner Seite.

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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

93. Spielminute, die Young Boys sind am Ende ihrer Kräfte, die YB-Fans der Verzweiflung nahe. Immer und immer sind die Berner gegen das St. Galler Bollwerk angerannt, haben die besten Chancen verpasst; 21 Eckbälle sind in den St. Galler Strafraum gesegelt, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Da spielt Xavier Hochstrasser den an der Strafraumgrenze lauernden Henri Bienvenu an, der Kameruner hat St. Gallens Fernando im Rücken, eine Drehung, Bienvenu setzt zum Schuss an, gleitet aus, schiesst sich den Ball an das linke Bein und dieser fliegt - oh Wunder - über den irritierten Goalie Lopar hinweg ins Netz.

Völlig losgelöst rennt der Torschütze in Richtung rechte Spielfeldecke und Zuschauer, hinterher hetzen seine jubelnden Teamkollegen, begraben den Erlöser unter sich. Und auf den Rängen des Stade de Suisse liegen sich die Berner in den Armen - grenzenlos die Erleichterung, grenzenlos der Jubel.

Wie schon beim 2:1 am 27. Februar gegen den FCZ schafften die Young Boys mit dem letzten Kick von Henri Bienvenu den Sieg. Auch damals hatte der Afrikaner in der Nachspielzeit getroffen.

Und so bleibt Verfolger Basel vor dem nächsten Auswärtsspiel der Young Boys in einer Woche in Luzern weiterhin um drei Punkte zurück - und die Young Boys zwangen ein weiteres Mal das Glück auf ihre Seite. Der Sieg war aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit, als nur eine Mannschaft stürmte, verdient. «Wir haben uns mit allem was wir hatten gewehrt, aber wir schafften es nicht mehr, uns aus der Umklammerung zu lösen», sagte St. Gallens Trainer Uli Forte, der in der 86. Minute von Schiedsrichter Wermelinger wegen Spielverzögerung auf die Tribüne geschickt wurde, als er bei einem Einwurf den Ball nicht sofort hergab.

«Unser absoluter Siegeswille»

In der ersten Halbzeit allerdings hatten sich die Young Boys gegen die ersatzgeschwächten Ostschweizer schwer getan, und auf der rechten Abwehrseite stimmte auch die Abstimmung nicht. Über diese Seite flankte Winter in der 24. Minute zu Nushi, dessen Schuss prallte von Raimondi zu Abegglen, und der Schweizer U-21-Auswahlspieler erzielte seinen 7. Saisontreffer. «St. Gallen hat einige interessante junge Spieler», bemerkte YB-Trainer Petkovic. Und neben Mittelfeldspieler Costanzo zählt auch Abegglen dazu.

Es war ein Glück für die Berner, dass Mauro Lustrinelli, der erstmals seit dem 25. März und dem 3:1-Sieg in Bellinzona wieder in der Startformation stand, in der 41. Minute das 1:1 schaffte.

Lustrinelli machte nach 57 Minuten dem leicht angeschlagenen Doumbia Platz. «Sein Einsatz war nicht geplant», bekannte Petkovic hinterher. «Aber ich musste reagieren». Die Berner setzten zu einem Powerplay an, gingen Risiken ein und wurden belohnt. «Unser absoluter Siegeswille gab den Ausschlag», sagte Petkovic. (Der Bund)

Erstellt: 06.05.2010, 07:41 Uhr

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