Bern

Transfercoup: YB engagiert Christoph Spycher

Aktualisiert am 28.04.2010

Die Berner haben ihren ersten Transfer für die neue Saison bekannt gegeben. Mit dem Zuzug des Schweizer Internationalen Christoph Spycher ist ihnen ein Coup gelungen.

Zurück in die Heimat: Chrystoph Spycher wechselt von der Bundesliga in die Bundeshauptstadt.

Zurück in die Heimat: Chrystoph Spycher wechselt von der Bundesliga in die Bundeshauptstadt.
Bild: Reuters

Wegen eines Teilanrisses der Knie-Innenbänder ist die Bundesliga- Saison und -Zeit für Spycher am 9. April gegen Borussia Mönchengladbach vorzeitig zu Ende gegangen. Derzeit arbeitet er daran, bis zum 25. Mai und dem Beginn der Schweizer WM-Vorbereitung wieder fit zu sein. Die Prognosen der behandelnden Ärzte sind günstig.

Vertrag läuft aus

Unerwartet kommt Sypchers Rückkehr nicht. Sein Vertrag in Frankfurt läuft zum Ende der Saison aus. Schon früher in diesem Jahr war über einen Transfer in die Heimat und zu YB spekuliert worden.

Nun kommt wenige Monate nach Ludovic Magnin (FC Zürich) ein zweiter linker Aussenverteidiger der Nationalmannschaft zurück in die Super League. Vor Spycher und Magnin hatten in den letzten drei Jahren schon die Internationalen Ricardo Cabanas (Grasshoppers), Raphaël Wicky , David Degen (Young Boys), Marco Streller, Benjamin Huggel und Alex Frei (alle Basel) der Bundesliga den Rücken gekehrt.

Der Berner Spycher wird erstmals in seiner Karriere für das Berner (Fussball-)Flaggschiff YB spielen. Er, der in Köniz aufwuchs, schaffte nach der Juniorenzeit bei Sternenberg und Bümpliz sowie einer Phase beim Erstligisten Münsingen in Luzern den Sprung zum Profi. 2001 wechselte Spycher zu GC und wurde mit den Zürchern 2003 Schweizer Meister.

Solider und seriöser Arbeiter auf dem Feld

In Frankfurt schätzten sie in den vergangenen fünf Saisons seine seriöse und solide Arbeit. Spycher ist kein Lautsprecher und drängt sich nicht in den Vordergrund. Doch wenn er seine Meinung sagt, hat sein Wort Gewicht. Deshalb ist er bei der Eintracht nicht nur Mitglied des Mannschaftsrates, sondern war in dieser Saison auch Captain des Teams von Coach Michael Skibbe.

Nach den Jahren in Zürich und in Deutschland will Spycher nun in seiner Heimat sesshaft werden. Nach dem Ende seiner Laufbahn wird er in der Organisation der Young Boys tätig sein. Die intellektuellen Fähigkeiten, auch neben dem Rasen eine gute Figur abzugeben, bringt Spycher zweifellos mit. Bevor er auf die Karte Fussball setzte, schloss er die Schule mit der Matur ab. (fal)

Erstellt: 28.04.2010, 11:04 Uhr

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