Bern

Training mit Kids als Inspiration für die YB-Profis

Von Peter Herzog. Aktualisiert am 03.08.2010

Für 400 Kinder ging bei der Eröffnung des Sommercamps mit YB-Spielern ein grosser Traum in Erfüllung. Nach der Niederlage gegen Bellinzona war die Stimmung in der Mannschaft zunächst kaum entspannt.

1/6 Die YB-Spieler zu Gast im Sommercamp
Thierry Doubaï mit den Sommercamp-Kids.
Bild: Adrian Moser

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YB bezahlt Tickets in Istanbul

Rund 200 YB-Fans fliegen nach Istanbul, um die Young Boys gegen Fenerbahçe am Mittwoch im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde der Champions League zu unterstützen. Der BSC Young Boys hat beschlossen, den Fans die Eintrittskarten für das Spiel im Sükrü-Saraçoglu zu bezahlen. «Wir erachten das als Geste für die Treue unserer Anhänger», erklärte der Medienverantwortliche Albert Staudenmann.

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Mit glänzenden Augen erwarteten 400 Mädchen und Buben am Montagmittag die YB-Spieler im Stade de Suisse. Die Aufregung der Kinder war gross, und auch die zahlreichen Eltern auf der Tribüne fieberten mit ihren Sprösslingen. Die Eröffnung des 3. Sommercamps wurde mit dem Einmarsch der 27 Teams zelebriert. Als 28. Mannschaft liefen die YB-Spieler ein. Der Run auf das Sommercamp war auch dieses Jahr gross. Innert weniger als zwei Tagen war es ausgebucht. «Wir mussten leider über 100 Kindern absagen», sagte YB-CEO Stefan Niedermaier.

Dafür war die Freude bei denjenigen, die dabei sein dürfen, umso grösser. Den meisten YB-Spielern allerdings stand die 1:2-Pleite vom Samstag in Bellinzona noch ins Gesicht geschrieben. Das änderte sich nach dem gemeinsamen «Mätschle» im strömenden Regen auf der Grossen Allmend. Jedes Team der 9 bis 14 Jahre alten Kinder wurde mit einem YB-Spieler verstärkt.«Manchmal muss man weit zurückgehen bis an die Basis», sagt YB-Trainer Vladimir Petkovic. «Die Spielfreude der Kinder muss für uns Inspiration sein.» Zwei Tage vor dem Rückspiel der Qualifikation für die Champions League in Istanbul gegen Fenerbahçe und inmitten von englischen Wochen sich ins Gewusel von 400 Kindern zu begeben, sei vielleicht nicht für alle einfach, räumt der Trainer ein. Aber nach dem Training zeigte er sich in gelöster Stimmung.

Stille an der Teamsitzung

An der Teamsitzung sei es still gewesen, berichtet Petkovic. Er habe die Fehler von Bellinzona angesprochen, aber sich in der Analyse kurz gehalten. «Es ist wichtig, dass wir jetzt die Kurve nach oben kriegen. Und das fängt damit an, dass der Wille, Fussball zu spielen, sich etwas zuzutrauen, wieder da ist.»

Und natürlich hofft Petkovic, dass seine Mannschaft in Istanbul nicht wieder bereits in den Anfangsminuten in Rückstand gerät, wie das diese Saison gegen Thun, gegen Fenerbahçe beim 2:2 im Hinspiel und auch am Samstag in Bellinzona der Fall gewesen war. «Nach dem ersten Gegentor in Bellinzona herrschte in den Köpfen meiner Spieler 55 Grad statt der realen 35 Grad. Und wir konnten uns nicht befreien, fanden nicht in unser Spiel.»

Die Young Boys müssen im «heissen» Sükrü-Saraçoglu-Stadion gewinnen oder bei einem Remis zumindest drei Tore erzielen, soll der Traum von der Champions League weitergehen. Petkovic sagt: «Nach unseren Informationen ist Fenerbahçe nach dem 2:2 beeindruckt von YB. Die Mannschaft wird uns in Istanbul kaum unterschätzen.»

Die Young Boys fliegen heute Dienstag um 9.30 Uhr ab Flughafen Bern-Belp mit einer 72-plätzigen Maschine nach Istanbul. Wegen des vielen Gepäcks, das YB an den Bosporus bringt, dürfen nur 58 Sitzplätze belegt werden. Angeschlagen ist laut Petkovic einzig Regazzoni. Um 19 Uhr trainiert die Mannschaft im Sükrü-Saraçoglu-Stadion auf der asiatischen Seite von Istanbul. (Der Bund)

Erstellt: 03.08.2010, 08:20 Uhr

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