Bern

Stade de Suisse erhält neuen Kunstrasen

Aktualisiert am 17.06.2010 1 Kommentar

Die Berner Young Boys versuchen ihr Glück auf einem neuen Kunstrasen: Die Spielunterlage des deutschen Herstellers Polytan wurde am Donnerstag ausgerollt und wird nächste Woche mit Quarzsand und Gummigranulat verfüllt.

Der neue Rasen wird verlegt. (Franziska Scheidegger)

Der neue Rasen wird verlegt. (Franziska Scheidegger)

Stichworte

Der «Polytan Ligaturf RS&» zeichne sich unter anderem durch ein neuartiges Kühlsystem aus, wie Caspar Sgier vom Berner Gartenbau- Unternehmen Bächler & Güttinger vor den Medien sagte. Im Gummigranulat hat es ein UV-reflektierendes Segment, damit das Sonnenlicht nicht absorbiert, sondern eben reflektiert wird.

«Der Rasen wird sich dadurch weniger erwärmen», sagte Sgier. Die Bewässerung vor Trainings und Spielen sei aber weiterhin nötig, denn das mache die Unterlage schneller und führe zu weniger Reibung.

Eine zweite Neuerung ist die Rasenfaser, die nun doppelt so dick und rhombusförmig ist. Sie verhält sich laut Sgier natürlicher; der Rasen muss weniger oft aufgebürstet werden. Der Unterhalt werde also insgesamt einfacher.

Die neue Unterlage im Stade de Suisse besteht aus 26 Rollen; jede von ihnen ist 500 bis 700 Kilogramm schwer. Nächste Woche werden 50 Tonnen Quarzsand und 60 bis 70 Tonnen Gummigranulat eingestreut. Die technische Prüfung erfolgt Ende Monat, anschliessend wird der Rasen vorübergehend für das Pink-Konzert mit Schutzmatten abgedeckt.

Die neue Unterlage kostet die Stadionbetreiber zwischen 300'000 und 400'000 Franken, wie Sgier sagte. Der alte Rasen wurde vom Hersteller Polytan nach Moldawien transportiert und wird dort auf einem Sportplatz genutzt.

Wirtschaftliche Lösung

Der Kunstrasen ist unter Fussballern nicht unumstritten; unter anderem, weil sich der Ball anders verhält als auf Naturrasen. YB will aber an der künstlichen Unterlage festhalten, wie Sprecher Albert Staudenmann sagte. Das Stadion kann so problemlos auch für Konzerte und andere Massenveranstaltungen genutzt werden.

Einziger Wermutstropfen: Wegen des Kunstrasens muss das Stade de Suisse auf Länderspiele verzichten, denn der Fussballverband mag die «Nati» nicht auf dieser Unterlage antreten lassen. Staudenmann betonte, die Durchführung von Länderspielen wäre «immer interessant», doch konkrete Pläne gebe es zurzeit keine. (bs/sda)

Erstellt: 17.06.2010, 16:13 Uhr

1

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

1 Kommentar

Rudolf Steiner

17.06.2010, 13:05 Uhr
Melden

Soviel zum immer noch unglaublich dämlichen Namen 'Stade de Suisse'. Antworten




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.