Kommentar: Ein Stich ins Herz von Gelb-Schwarz
Von Ruedi Kunz. Aktualisiert am 17.05.2010 7 Kommentare
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Zum dritten Mal in Serie beenden sie die Meisterschaft auf dem 2. Rang. So bitter wie Ehrenplatz Nummer drei schmeckte keiner: 30 Runden lang hatte YB an der Tabellenspitze gelegen. Am Schluss aber wurden die Berner vom FC Basel wie ein Tanzbär vorgeführt. Und das im eigenen Stadion, wo ein Plastikteppich liegt, den die Basler wie viele andere Fussballästheten verabscheuen. Das macht die Niederlage für den selbst ernannten Favoriten noch bitterer, als sie ohnehin schon ist.
Das Scheitern in der gestrigen Finalissima ist ein Stich mitten ins Herz des Klubs, der als Mindestziel für diese Saison einen Titel deklariert hatte. Nach einer sehr guten Saison klebt das Verliererimage nun stärker denn je an seinen Füssen. Nach den Niederlagen in den Cupfinals 2006 und 2009 sowie der verlorenen Finalissima 2008 mussten die YB-Spieler gestern zum vierten Mal innert vier Jahren zuschauen, wie der Gegner einen Pokal in die Höhe stemmt. Das ist Gift für die Psyche, auch wenn dies die Verantwortlichen noch so wortreich dementieren mögen. Wen interessiert, dass YB seit dem Amtsantritt von Trainer Petkovic 90 Prozent der Heimspiele gewonnen hat? Im Kopf haften bleiben bei Spielern wie Fans die ganz schmerzhaften Niederlagen Alles-oder-nichts-Begegnungen.
Die Führungsetage muss nach dem Scheitern sehr selbstkritisch sein. Sie muss sich fragen, ob es geschickt war, den in der Vorrunde überragenden Gilles Yapi zum Ergänzungsspieler zu degradieren, nur weil er auf die nächste Saison hin zu Basel wechselt. Sie muss sich auch fragen, ob es nicht ein Fehler war, in der Winterpause nur einen zusätzlichen Verteidiger zu verpflichten. Apropos Verpflichtungen: YB wird nicht darum herumkommen, etliche Transfers zu tätigen, will der Klub national und auch international einen Schritt weiterkommen. Gefragt sind nebst jungen Spielern weitere routinierte Spieler wie der bereits verpflichtete Christoph Spycher. (Der Bund)
Erstellt: 17.05.2010, 06:56 Uhr
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7 Kommentare
Es muss für YB gewesen sein, als wäre Cancellara im Velodrom von Roubaix nach einer 100km-Soloflucht auf der Ziellinie noch übersprintet worden. Aber ich weiss nicht, ob ich als Basler diesen Vergleich richtig ziehe. Denn wir haben am Rheinknie leider keinen Cancellara. Aber wir haben den FCB. Antworten
Die Führungsetage muss sich fragen weshalb Ghezal abhaute. Yapi hat mit seinem Wechsel zum direkten Konkurrenten viel Unruhe ausgelöst. Mit Spycher muss der Trainer von seinem 3-4-3-System abweichen, was evtl. sinnvoll wäre. Dies plus mehrere Transfers (u. Dudar nicht ziehen lassen) fordere ich nun von der Führungsetage! Antworten
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