Bern

1:5 – YB hat alle Vorteile verspielt

Von Ruedi Kunz, Luzern. Aktualisiert am 14.05.2010 3 Kommentare

Nach dem Debakel in Luzern muss YB nun am Sonntag siegen, um doch noch Meister zu werden.

Schwer geschlagen: YB-Goalie Marco Wölfli in Luzern. (Valeriano Di Domenico)

Schwer geschlagen: YB-Goalie Marco Wölfli in Luzern. (Valeriano Di Domenico)

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Super League

36. Runde

23.05.Basel - Young Boys1 : 2
23.05.Lausanne - Grasshoppers2 : 1
23.05.Sion - Luzern1 : 3
23.05.Thun - FC Zürich2 : 4
Stand: 23.05.2012 22:10

Rangliste

NameSpSUNG:EP
1.Basel34228478:3374
2.Luzern341412846:3254
3.Young Boys341312952:3851
4.Servette341461445:5348
5.Thun3411101338:4143
6.FC Zürich341181543:4441
7.Lausanne34862029:6130
8.Grasshoppers34752232:6626
9.Sion341581140:3517
10.Xamax1875622:220
Stand: 23.05.2012 22:13

Es war ein ungewohntes Bild im Kleinstadion Gersag. «Das Stadion ist gelbschwarz», schrie der Reporter des YB-Fanradios ins Mikrofon, als die beiden Mannschaften den Platz betraten. Das war leicht übertrieben, doch die Berner Präsenz in der Gersag war unübersehbar. Rund 3000 YB-Fans waren in drei Extrazügen oder mit dem PW in die Zentralschweiz gereist. Sie verwandelten die Gersag anfangs in ein Tollhaus. Die Begeisterung aber erlitt schon in der zweiten Minute einen Dämpfer. Ferreira schoss den Ball aus wenigen Metern zum 1:0 unter die Latte.

Für die Luzerner war es ein Start nach Mass. Fortan diktierten sie auf dem tiefen Boden das Geschehen. Nach 20 Minuten hatten sie sich bereits drei gute Chancen erspielt. Und das 2:0 holten sie kurze Zeit später nach. Rengglis Freistossball fand den Weg zu Ianu, der ihn mit dem Knie ins Tor ablenkte. Eine Augenweide war der Konter, den Luzern kurz vor der Pause aus der eigenen Hälfte hinaus lancierte. Yakin setzte dem Angriff mit einem herrlich getimten Steilpass auf Kukeli die Krone auf. Nach 43 Minuten hiess es 3:0.

YB zu keiner Reaktion fähig

Und YB? Der stürzende Leader war zu keiner Reaktion fähig. Ein einziges Mal schoss er in der ersten Halbzeit gefährlich auf das gegnerische Tor. Und der Auftritt war auch in den zweiten 45 Minuten nicht besser. Das Team von Vladimir Petkovic spulte sein Pensum scheinbar im Schongang herunter und liess die Luzerner mehr oder minder gewähren. Diese nutzten die grosszügig gewährten Freiheiten zu zwei weiteren Toren durch Ianu und Siegrist. Zum schwachen Berner Auftritt passte, dass Regazzoni einen Foulpenalty verschoss, und überdies hatte Doumbia Glück, dass er nach einer Rangelei mit Schwegler nicht die rote Karte erhielt (67.) – es war dies seine erste auffällige Aktion. Die Zweite: In der 80. Minute gelang ihm sein 30. Saisontor. Jubeln mochte er danach nicht.

«Wir werden gewinnen»

Trainer Petkovic überraschte nicht zum ersten Mal in dieser Saison mit der Auswahl seines Personals. Er beliess Emiliano Dudar und Henri Bienvenu auf der Bank. Seine Massnahme war insofern nachvollziehbar, als die beiden bei einer weiteren gelben Karte in der Finalissima gegen Basel gefehlt hätten. Dieses Risiko wollte Petkovic nicht eingehen. Er weiss, wie wichtig die Anwesenheit seines Abwehrchefs gegen die offensiv starken Basler ist.

«Ich habe gepokert – und verloren», sagte Petkovic. Dudar allein wird es aber am Sonntag auch nicht richten können. Alle YB-Akteure müssen sich gewaltig steigern, sonst stehen sie wieder einmal mit leeren Händen da. Das wäre diesmal noch weit bitterer als 2008 nach jener verlorenen Finalissima in Basel, weil sie nun während 30 von 36 Runden Leader gewesen wären.

Haben die Berner gestern die Meisterschaft verspielt? «Auf keinen Fall. Wir werden gewinnen», wiederholte Petkovic trotzig. (Der Bund)

Erstellt: 14.05.2010, 08:46 Uhr

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3 Kommentare

Heldner Jürg

14.05.2010, 11:08 Uhr
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Dass eine Manschaft wie YB überhaupt um den Meistertitel spielen kann sagt schon alles über das Niveau der Super League. YB's gestrige "Leistung" gegen den FC Luzern zeigte nur allzu deutlich auf, dass YB längst wieder im Mittelmass versunken ist und sie nie mehr an die Leistung der Vorrunde anknüpfen konnten. YB, nächste Saison sogar ohne Dumbia und Yapi, fehlt es an Charakter und Klasse, sorry. Antworten


Kay Eskes

14.05.2010, 10:38 Uhr
Melden

Bin immer noch fassungslos! Wie konnte Petkovic in einem solchen Spiel Dudar und Bienvenue "schonen"?! War ihm nicht bewusst, dass die "Finalissima" bereits gegen Luzern begonnen hatte...einfach absolut unverständlich. Wie kann man seine Trümpfe so stumpfsinnig verpuffen? Antworten




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