«Warum aufs Lernen freuen?»
Kai Angst (14). (Valérie Chételat)
«Ich bin froh, nun keinen Hauswirtschaftsunterricht mehr besuchen zu müssen. Mir war dabei oft langweilig, weil vor dem Kochen immer zuerst drei Stunden Theorie auf dem Programm standen. Ausserdem koche ich auch zu Hause nur, wenn es gar nicht anders geht. Am meisten Spass macht mir nach wie vor Mathematik, am wenigsten die Sprachfächer. Wörtli auswendig zu lernen, wird wohl nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Darum habe ich für den Gymer die Schwerpunktfächer Physik und Anwendungen der Mathematik gewählt. So hat es auch mein älterer Bruder Ivo gemacht. Viel erzählt hat er von seinem ersten Jahr im Gymer Kirchenfeld aber nicht, ich muss mich also überraschen lassen.»
«Der erste Schultag war am Montag. Mit dem normalen Stundenplan ging es aber erst gestern los. Am Montag gab es eine Hausführung, und wir erhielten alle ein Schäftli für unsere Schulsachen. Einige der Lehrer hatte ich schon bei einem Informationsabend kurz gesehen. Die sind, glaube ich, sympathisch. Eigentlich mag ich ja die Schule immer noch nicht, darum freue ich mich auch nur über das neue, grosse Schulhaus, die neuen Leute und den Laptop, den ich für die bestandene Prüfung erhalten habe. Ich meine, warum sollte ich mich aufs Lernen freuen? In Ordnung ist das Gymnasium trotzdem, weil mir danach viele Möglichkeiten offenstehen. Welche davon ich wählen werde, weiss ich noch nicht. Wahrscheinlich werde ich studieren, keine Ahnung was. Offen ist auch, mit welchem Sport ich mich in Zukunft fit halten werde. Früher war ich im Skiclub, aber den gibt es nicht mehr.»
«In den Ferien habe ich viel ausgeschlafen. Vor 12 Uhr mittags bin ich nur aufgestanden, wenn ich musste. Die restliche Zeit habe ich mit Gamen, Baden, Kollegen oder ganz einfach mit Nichtstun verbracht. Wenn ich dürfte, hätte ich allerdings immer nur am Computer gespielt. Aber das wollen meine Eltern nicht. Mit meinen Kollegen habe ich mich in der Stadt oder in der Badi getroffen. Viele von ihnen sind nun auch im Gymer Kirchenfeld, aber keiner von ihnen in meiner Klasse, weil alle andere Schwerpunktfächer gewählt haben. Weggefahren sind wir auch noch. Die vierte Ferienwoche habe ich mit meinen beiden Brüdern im Pfadilager verbracht. Zuerst fuhren wir mit dem Velo nach Yverdon und dann von dort mit dem Schiff nach Neuenburg. Danach waren wir mit der ganzen Familie fünf Tage in Österreich. Viel haben wir dort nicht gemacht. Ein bisschen Tennis gespielt, gebadet und viel gegessen. (Der Bund)
Erstellt: 12.08.2009, 08:57 Uhr
Bern
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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