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Bern

«Handyverbot ist richtig hart»

Von Pascale Hofmeier. Aktualisiert am 04.08.2009

Meret Reinhard (14) aus Bern hat mit der achten Klasse begonnen und würde gerne eine Lehrstelle als Spenglerin finden.

Meret Reinhard. (Adrian Moser)

Meret Reinhard. (Adrian Moser)

«Ich gehe jetzt in die 8. Klasse, in die Sekundarschule im Munzinger-Schulhaus. Die Lehrer werden fast alle die gleichen bleiben. Ich freue mich auf den Hauswirtschaftsunterricht, ich koche gerne. Und ich bin froh, dass nicht noch einmal der gleiche Stoff kommt. Die 7. Klasse zu wiederholen war am Anfang mühsam. Ich hatte das Gefühl, es käme immer das Gleiche. Das hat mich nicht so motiviert, deswegen habe ich mir vielleicht nicht so viel Mühe gegeben. Aber dank den Mitschülern war es trotzdem ein lustiges Schuljahr. Wir sind eine sehr lebendige Klasse und lachen viel. Manchmal hatten die Lehrer Mühe, uns unter Kontrolle zu halten.»

«In der Avanti-Woche habe ich als Spenglerin geschnuppert. Es hat mir sehr gefallen: Man ist viel unterwegs, und man ist drinnen und draussen. Die Arbeit mit Metall und auch die gefährlichen Maschinen haben mich fasziniert. Wenn ich eine Lehrstelle kriegen würde, könnte ich mir gut vorstellen, in meinem Schnupperbetrieb zu arbeiten. Obwohl es keine andere Frau hat, die dort arbeitet. Für den Beruf ist zeichnen recht wichtig. Deshalb will ich mir jetzt in der Schule beim Zeichnen mehr Mühe geben. Ich würde mich gerne als Spenglerin bewerben. Meine Eltern möchten lieber, dass ich ins Hotelfach gehe, weil ich gut mit Menschen umgehen kann. Einmal habe ich auch im Hotel geschnuppert. Aber dort hat es mir nicht so gut gefallen.»

«Ich habe mich im letzten Jahr zum ersten Mal so richtig verliebt. Manchmal hat er mich auch angeschaut. Ich habe es ihm nicht gesagt, dass ich in ihn verliebt war. Jedes Mal wenn ich die Chance dazu gehabt hätte, habe ich mich nicht getraut. Das habe ich nachher immer bereut. Einer meiner Kollegen, Arbion, hat mir viel zugehört, aber mich manchmal auch ausgelacht. Er hat mir dann gesagt, es gäbe auch noch bessere Männer. Jetzt habe ich auch schon einen besseren kennengelernt. So richtig verliebt bin ich in den nicht, aber er ist fröhlich und nett. Und den anderen habe ich definitiv abgehakt.»

«Anfangs Sommerferien hatte ich Handyverbot. Das war richtig hart. Ich habe meine roten Haare 40 Zentimeter abgeschnitten und braun gefärbt. Meine Eltern waren so geschockt und wütend, dass sie mir als Strafe einen Monat Handy-verbot gegeben haben. Manchmal macht es mich wütend, dass ich meinen Freundinnen nicht einfach ein SMS schreiben kann, um abzumachen. Weil ich nicht gerne chatte, schreibe ich jetzt manchmal Briefe. Ich schreibe sowieso gerne, zum Beispiel Geschichten. Eigentlich träume ich davon, irgendwann ein Buch zu schreiben.» (Der Bund)

Erstellt: 04.08.2009, 10:22 Uhr

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