Erster Kontakt über Facebook
Alicia Hämmerli. (Adrian Moser)
«Nach den Ferien gehe ich in den Neufeldgymer in Bern. Das macht mich ein bisschen nervös: Ich habe gehört, dass man im Gymer nicht mehr fragen darf, wenn man etwas nicht versteht; dort ist man mehr auf sich gestellt. Ich werde auch den ganzen Tag in Bern verbringen, weil ich von Ins her pendle. In der Sekundarschule konnte ich eine Viertelstunde vor dem ersten Läuten aufstehen – zu spät gekommen bin ich selten, aber knapp war es manchmal schon. Ich habe ausgerechnet, dass ich 40 Sekunden brauche, um über die Matte zur Bushaltestelle zu ,springen‘. Der Zug fährt um 6 Uhr 52. Leider bin ich keine Frühaufsteherin, und am Morgen mag ich es gemütlich. Für das neue Schuljahr habe ich mir einen Vorsatz gefasst: Ich will ordentlicher werden. Deshalb will ich vor Schulbeginn noch mein Zimmer aufräumen.»
«Meine neue Lehrerin habe ich schon gesehen; sie machte einen netten Eindruck. Ich belege die Schwerpunktfächer Wirtschaft und Recht. Zuerst hatte ich mich für Spanisch eingetragen, zum Glück konnte ich die Fächer noch wechseln. Mit Wirtschaft und Recht stehen mir mehr Möglichkeiten offen, und ich möchte etwas mit Finanzen machen. Im Spanischkurs wäre ich mit meinen Freundinnen zusammen gewesen. In der neuen Klasse kenne ich erst zwei Schüler, aber nur vom Sehen. Eine Klassenkollegin habe ich schon über Facebook angeschrieben.»
«Während den Ferien bin ich daheim geblieben: Ich habe im Betrieb meiner Eltern geholfen, die Reben auszulauben. Bei den Weinstöcken muss man auf der Höhe der Trauben die Blätter wegnehmen, damit die Früchte mehr Platz haben. Und ich habe viel gelesen, zuletzt ,Twilight‘: Das ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem Menschen. Es gibt vier Bände. Zuerst wollte ich die Geschichte nicht lesen, weil ich wahre Geschichten oder Romane lieber mag. Mit Fantasy kann ich eigentlich nicht viel anfangen. Aber meine Freundinnen haben die Bücher alle gelesen und als ich mit dem ersten Band angefangen habe, hat es mich so gepackt, dass ich alle vier gelesen habe. Ich habe kein Lieblingsbuch, meistens mag ich jeweils das Buch am liebsten, das ich gerade lese.»
«Tiere mag ich sehr: Meine Schildkröte hat kürzlich Eier gelegt, fünf Schildkrötenbabys sind ausgeschlüpft. Nun habe ich sieben Schildkröten und dazu noch eine Hündin. Sie heisst Lucy. Zwei Geissen hatte ich auch. Eine ist leider gestorben. Die andere haben wir weggegeben. Sie wohnt jetzt beim Altersheim – dort hat sie es gut. Ich liebe Pferde: Unter der Woche darf ich das Pferd meiner Tante reiten.» (Der Bund)
Erstellt: 11.08.2009, 10:11 Uhr
Bern
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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