Aus Mittelmeer- wird Grossmutter-Küche

Der Pangäa-Wirt hat sein zweites Lokal im Berner Postparc an zwei Gastronominnen verkauft. Deren Restaurant «eifach guet» öffnet am 2. Juni.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nach nur einem Jahr ist Schluss: Im März 2016 öffnete das mediterrane Restaurant Pangäa im Postparc sein zweites Lokal. Vor kurzem hat sie der Wirt wieder verkauft. Ab 2. Juni läuft der Betrieb unter dem Namen «eifach guet» – und der Name sei Programm, sagt Aline Siegenthaler. Sie wird das Restaurant mit ihrer Kollegin Eliane Walther führen.

«Unser Angebot ist überwiegend schweizerisch. Darunter finden sich viele Gerichte, wie sie die Grossmutter zubereitet», so Siegenthaler. «Hörnli mit Ghacktem», «Öpfumues» oder «Hacktätschli mit Härdöpfustock» finden sich auf der Speisekarte. Das «guet» beziehe sich auf die Bio- und Regioprodukte, auf die man besonders viel Wert legen wolle. Sie selbst habe mehrere Jahre Erfahrung als Köchin und im Service, unter anderem im Pangäa. Walther habe mehrjährige Erfahrungen in der Hotellerie. Die Führung eines eigenen Betriebs sei aber für beide neu.

Ort der Gemütlichkeit

Optisch wollen sie nicht viel anpassen, den vorgegebene Stil des Pangäa werde man beibehalten. «Wir müssen ja nicht gleich ein Chalet drumherum bauen, nur weil wir auf Schweizer Küche setzen», sagt Siegenthaler. Das Lokal solle gemütlich sein und einen Gegenpol zum «gestressten, Business-orientierten» Postparc setzen. «Bei uns soll man sich hinsetzen können und ein Bierchen mehr trinken, als man eigentlich geplant hat.» Dementsprechend soll die Getränkekarte ausfallen. Der Innenraum biete Platz für 65 Personen – Bar-Stehplätze inklusive. Dazu käme die Terrasse, wo zusätzliche 40 Leute bewirtschaftet werden können.

Dass er sein zweites Lokal verkauft habe, sei auf persönliche Gründe zurückzuführen, sagt der Pangäa-Wirt Aydin Yildirin. Der Standort im Postparc sei «super gestartet und super gelaufen.» Es sei ihm aber schlicht nicht möglich gewesen, immer an zwei Orten gleichzeitig zu arbeiten. «Ich habe den Hauptstandort an der Schwanengasse so aufgebaut, dass ich dort 100 Prozent präsent sein muss», so Yildirin. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.05.2017, 15:54 Uhr

Ein Flyer im Postparc weist darauf hin: Das Pangäa ist weg – am 2. Juni kommt das «eifach guet». (Bild: zvg)

Artikel zum Thema

Erstes Geschäft im Post-Parc eröffnet am Dienstag

An der Schanzenstrasse in Bern ist der Post-Parc beinahe fertig gebaut. Bis der «neue Stadtteil» bevölkert ist, wird es aber noch eine Weile dauern. Mehr...

«Der Mix ist der Markthalle nicht unähnlich»

Schritt für Schritt öffnen im 300-Millionen-Projekt Postparc erste Geschäfte und Restaurants. Hippe Gastro-Konzepte oder eine Skybar sucht man im «neuen urbanen Zentrum» vergebens. Mehr...

Was hat die Migros mit der Markthalle vor?

Die Migros Aare hat 16 Gastroformate schützen lassen. Ob und welche davon in der Markthalle umgesetzt werden, ist unklar. Mehr...

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Zum Runden Leder Eiserne Erziehung

KulturStattBern Keinzigartiges Lexikon: Folge 26

Die Welt in Bildern

Aufgeplustert: Straussen-Küken erkunden beobachtet von der Henne «Muenchi» ihr Gehege im Allwetterzoo Münster.(27. Juni 2017).
(Bild: Friso Gentsch) Mehr...