Vier Schüsse auf Linienbus abgefeuert
Stichworte
Gestern Nachmittag kurz vor 16 Uhr bei der Haltestelle Schützenweg: Ein Bus von Bern Mobil hält an, um Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Plötzlich knallte es. Vier Schüsse wurden laut Kantonspolizei Bern auf den Linienbus abgefeuert. «Glücklicherweise wurden weder Passagiere noch Chauffeur verletzt», sagte Annegret Hewlett, Mediensprecherin von Bern Mobil.
Nach dem Knall stellte der Chauffeur fest, dass auf der linken Seite eine Scheibe beschädigt war, daraufhin alarmierte er die Polizei. Bei genaueren Abklärungen zeigte sich, dass 4 Mal auf den Bus geschossen worden war. Drei Projektile hatten lediglich die äussere Scheibe beschädigt. Das vierte Projektil war bei der Doppelverglasung durch die äussere Scheibe gedrungen, worauf die Scheibe geborsten war. Anhand von Zeugenaussagen konnten kurz nach der Schussabgabe die mutmasslichen Täter – drei Männer und eine Frau – angehalten werden. Sie befanden sich in einer gegenüber der Haltestelle liegenden Wohnung. Zudem wurde eine Faustfeuerwaffe, vermutlich eine Gasdruckpistole, sichergestellt.
Schon früher wurde auf Busse von Bern Mobil geschossen. Im Winter 1998 schoss ein 13-Jähriger mit Stahlkugeln aus einer Steinschleudern. Ein Fahrgast wurde durch Glassplitter am Kopf verletzt. Im November 2005 hatte ein älterer Mann «Glück im Unglück». Eine Kugel, die bei der Haltestelle Wyleregg auf den Bus der Linie 20 abgefeuert worden war, streifte ihn an der Stirn. (reh) (Der Bund)
Erstellt: 10.03.2010, 09:51 Uhr
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