Bern

«Verein Alternativen» zieht mit Wohnwagen auf Schermenareal

Wohnwagen und Traktoren sind Anfang Woche aufs Schermenareal im Wankdorf gezogen. Der Wohnwagenpark, welcher jetzt in der Nähe der UPD Waldau vis-à-vis der Schrebergärten steht, ist jedoch legal.

Bei der Gruppe handelt es sich nicht um die ominösen «Stadttauben», welche zuletzt illegal ein Grundstück in Matzenried besetzten, sondern um den «Verein Alternativen». Das Recht, auf dem Landstück zu wohnen, hat ihnen die Burgergemeinde Bern zugebilligt.

In Absprache mit Burgergemeinde

«Wir haben einen Vertrag», sagte ein Mitglied des Vereins Alternativen gestern, «wir bezahlen die Wasserrechnung und entleeren die Toilette.» Anders als die Stadttauben hat der Verein Alternativen mit Stadt und Kanton Bern sowie der Burgergemeinde Bern vereinbart, dass ihnen bis zur Schaffung einer Zone für alternatives Wohnen im Turnus von drei Monaten ein Grundstück angeboten wird. Der Verein Alternativen hatte zuletzt einige Hundert Meter westlich auf dem Wankdorf-City-Areal gehaust.

Die Vereinigung «BernAktiv» von SVP-Grossrat Thomas Fuchs forderte gestern in einer Medienmitteilung, die Behörden müssten «das Katz-und-Maus-Spiel» endlich beenden. Fuchs stellte die Wohnwagensiedler in direkte Verbindung mit der Reitschule. Er wirbt damit auch für ein Ja bei der Abstimmung über den Verkauf der Reitschule. Sowohl die Mitglieder des Vereins Alternativen wie auch die Reitschule wiesen diese Behauptung zurück. Alternative Wohngruppen hätten immer unabhängig von der Reitschule agiert, sagte Tom Locher, Sprecher der Mediengruppe. Doch man teile das Bedürfnis nach Räumen für alternatives Wohnen. (mra)

Erstellt: 03.09.2010, 07:58 Uhr

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