Vechiger Komitee sammelte 619 Unterschriften

Die Sanierung der Lauterbachstrasse verzögert sich. Das Referendum gegen den GV-Beschluss kam zustande.

Das Ringen um die Sanierung der Lauterbachstrasse in der Gemeinde Vechigen geht weiter: Am 5. Dezember hatte die Gemeindeversammlung dem für die Sanierung nötigen Kredit von 1,78 Millionen zugestimmt. Es wurde allerdings beschlossen, den Beitrag, den die Grundeigentümer zu bezahlen hätten, von 520 000 auf 258 000 Franken zu kürzen. Die Differenz müsse die finanzgeplagte Gemeinde selber übernehmen. Dies gefiel Vertretern der FDP, SP und EVP überhaupt nicht, weshalb sie gegen den GV-Entscheid das Referendum ergriffen. Dieses sei «mit einer überwältigenden Beteiligung» zustande gekommen, schreibt das überparteiliche Komitee in einer Mitteilung.

In der vergangenen Woche hat das Referendumskomitee dem Gemeinderat 619 Unterschriften überreicht. Für das Referendum hätte es lediglich 171 Unterschriften bedurft. Das Komitee wertet die Tatsache, dass sich beinahe viermal so viele Bürgerinnen und Bürger an der Unterschriftensammlung beteiligt hatten als gesetzlich verlangt als grossen Erfolg: «Dies zeigt, dass unsere Forderungen von einem grossen Teil der Bevölkerung – insbesondere auch aus der Region Utzigen – unterstützt und mitgetragen werden», schreibt das überparteiliche Referendumskomitee.

Volk stimmt im Juni wieder ab

Der Gemeinderat habe dieses Referendum zur Kenntnis genommen, sagte Gemeindepräsident Walter Schilt (svp) auf Anfrage. Die Exekutivmitglieder würden sich an ihrer nächsten Sitzung mit diesem Thema beschäftigen. Das Stimmvolk wird am 13. Juni erneut über den Gemeindeversammlungsbeschluss vom Dezember befinden. Lehnt es das Geschäft ab, muss der Gemeinderat eine neue Vorlage erarbeiten. (pd/lsb) (Der Bund)

Erstellt: 09.02.2010, 09:03 Uhr

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