Bern

Varianten für Autobahnausbau um Bern auf dem Prüfstand

Neben einem Ausbau der A 1 werden auch ein neuer Tunnel und besseres Verkehrsmanagement geprüft.

Der Bund berücksichtigt die Forderung der Berner Behörden nach einer unterirdischen Autobahnverbindung zur Verkehrsentlastung auf der A 1 im Norden Berns. Er lässt den sogenannten Bypass Nordwest in einer Vertiefungsstudie prüfen. Bisher sträubte sich der Bund gegen die unterirdische Autobahnverbindung zwischen der Verzweigung Weyermannshaus und Zollikofen. Der von ihm vorgeschlagene Ausbau mit einem zweiten Felsenauviadukt sei aber umstritten, teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) gestern mit.

Mehrfach haben die Berner Behörden verlauten lassen, dass die unterirdische Autobahnverbindung der einzig gangbare Weg sei. Dies aus Rücksicht auf Anwohner und Landschaft, wie etwa die bernische Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) im Mai 2008 betonte.

Tunnel deutlich teurer

Der Ausbau der bestehenden A 1 zwischen Weyermannshaus und Schönbühl auf acht Fahrspuren würde nach bisherigen Erkenntnissen rund 400 Millionen Franken kosten, schreibt nun das Astra. Der unterirdische Bypass Bern-Nordwest würde Kosten von rund 2,4 Milliarden Franken verursachen.

Als grundsätzliche Alternative wird zudem eine Variante untersucht, die von einem Verzicht auf den Ausbau der A 1 im Raum Bern ausgeht. Die Analyse bezieht sich hier auf Massnahmen und Auswirkungen des Verkehrsmanagements. Die Ergebnisse der Studie dürften Anfang 2012 vorliegen. (sda)

Erstellt: 03.09.2010, 07:48 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

1 Kommentar

dieter kaiser

03.09.2010, 09:25 Uhr
Melden

Die einzig richtige Lösung ist MMN ein Verzicht. Die vorhandenen Infrastrukturen müssen reichen. Gleichzeitig muss natürlich alles getan werden, um das weitere Bevölkerungswachstum zu stoppen. Dazu gehörtt auch ein Verzicht auf weitere Einzonungen resp. Überbauungen. Das wäre übrigens nicht zuletzt mit Abstand der beste Umweltschutz. Alles klar? Antworten