«Stadttauben» vor Ablauf des Ultimatums weitergezogen
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Am Freitag hatte Gemeinderätin Barbara Hayoz (fdp) den «Stadttauben» ein Ultimatum zur Räumung der besetzten Brache in der Lorraine bis Montagmorgen gestellt. Bereits am Samstagnachmittag ist die alternative Wohngruppe mit ihren Wohnwagen vom Centralweg aus in Richtung Westen aufgebrochen. Gestern präsentierte sich das Gelände inmitten des Wohnquartiers leer und aufgeräumt. Am Strassenrand standen nur noch fein säuberlich aufgereiht einige blaue Abfallsäcke.
«Ich bin fast ein bisschen traurig», sagt Catherine Weber vom Verein für ein lebendiges Lorrainequartier. Dieser hatte sich mit den «Stadttauben» solidarisiert und die Stadt dazu aufgefordert, eine einvernehmliche Lösung mit den Besetzern zu finden. In den letzten Tagen hätten sogar Leute aus dem nahen Altersheim die «Stadttauben» besucht. «Es gab im Quartier kaum Widerstand gegen diese Zwischennutzung», so Weber. Der Lorraine-Breitenrain-Leist sieht dies anders. Bereits unmittelbar nach der Besetzung am 6. März forderte er eine Räumung und drohte mit Klagen «geschädigter Nachbarn».
Aufenthaltsort unbekannt
Nun sind die Nomaden weitergezogen, wohin ist nicht bekannt. Das von der Stadt angebotene Gelände Wankdorf City verschmähen sie offenbar. Sie seien in den Westen Berns gezogen, sagt Weber. Genaueres weiss auch die Polizei nicht. Und SVP-Grossrat Thomas Fuchs, der im Westen der Stadt wohnt, kennt den Aufenthaltsort der «Stadttauben» ebenfalls nicht. Sie seien im Gäbelbach vorbeigekommen, sagte Fuchs. Diese Woche hätte er eine Petition zur Räumung des Geländes in der Lorraine lancieren wollen. (rw) (Der Bund)
Erstellt: 15.03.2010, 10:52 Uhr
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