Bern

Staatsangestellte und Kanton zahlen Sanierungsbeiträge

Von Reto Wissmann. Aktualisiert am 04.11.2009 1 Kommentar

Die Bernische Pensionskasse muss saniert werden. Den grössten Teil davon übernimmt der Kanton.

Auf nächstes Jahr erhöht die Bernische Pensionskasse die Beiträge um 2,2 Prozentpunkte. Die 32 000 Versicherten zahlen jedoch nur 0,8 Prozentpunkte mehr. Bei einem versicherten Verdienst von 60 000 Franken bedeutet dies einen zusätzlichen Abzug von 480 Franken pro Jahr. Den Rest des Sanierungsbeitrags übernimmt der Kanton, was die Staatskasse mit zusätzlich 16 Millionen Franken jährlich belastet. Der Regierungsrat hat einem entsprechenden Antrag der Kasse zugestimmt, wie er gestern mitteilte. Die Sanierungsbeiträge werden nötig, weil der Deckungsgrad Ende 2008 unter 90 Prozent gefallen war. Um allen Verpflichtungen nachzukommen, fehlten der Kasse 1,1 Milliarden Franken.

«Wir sind gar nicht zufrieden, gehen aber wegen dieser Massnahme nicht auf die Strasse», sagt Matthias Burkhalter, der als Geschäftsführer des Staatspersonalverbands einen grossen Teil der Versicherten vertritt. Die Sanierungsbeiträge belasteten das Personal zusätzlich. Andererseits sei aber natürlich auch der Staatspersonalverband an einer gesunden Pensionskasse interessiert.

Während die Beiträge steigen, wird gleichzeitig der technische Zinssatz, der den zu erwartenden Vermögensertrag abbildet, von 4 auf 3,5 Prozent gesenkt. Diese Senkung beeinflusst auch den Deckungsgrad negativ, was eine Sanierung umso dringender macht.

Keine Erhöhung bei der BLVK

Die Versicherten der Bernischen Lehrerversicherungskasse zahlen bereits seit 2005 Sanierungsbeiträge. Deshalb verzichtet die Kasse auf eine weitere Erhöhung. Dies wird vom Regierungsrat unterstützt, auch wenn dieser befürchtet, dass sich der laufende Sanierungsprozess nun verlangsame. Der Deckungsgrad der BLVK lag Ende 2008 bei 74 Prozent, der Kasse fehlten somit 1,55 Milliarden Franken. Auch die BLVK senkt auf 2010 den technischen Zinssatz auf 3,5 Prozent, was den Deckungsgrad weiter fallen lässt. Der Regierungsrat prüft deshalb nun, ob der Kanton die Deckungslücke der Kasse quasi auf Vorschuss verzinsen könnte. (Der Bund)

Erstellt: 04.11.2009, 08:13 Uhr

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1 Kommentar

Karl Max Schmid

05.11.2009, 23:31 Uhr
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Wie wäre das wenn man statt à discretion Steuergelder hinein zu pumpen, den techn. Zinssatz der Privatwirt- schaft anpassen würde. Momentane Verzinsung 0 -2 %. z.B. BLS- Kasse 0%! Antworten




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