Soziologen demonstrieren gegen neuen Studiengang
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Die Studierenden protestierten mit dem Marsch gegen den neuen Bachelor-Studiengang Sozialwissenschaften.
Die Polizei sicherte die Kundgebung auf der Länggassstrasse. Auf dem Transparent, das an der Spitze des Zugs getragen wurde, forderten die Studierenden auch mehr Mitsprache.
Der neue Studiengang missfällt den Studierenden, weil die darin vorgesehene Kombination von Soziologie, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft ein echtes Soziologiestudium verunmöglichen werde. Es handle sich um einen «Wischiwaschi-Studiengang», heisst es in einer Medienmitteilung der Fachschaft Soziologie.
Die Studierenden weisen auch darauf hin, dass seit Längerem zwei Lehrstühle der Soziologie unbesetzt sind und vor Kurzem die Inhaberin des dritten, Professorin Claudia Honegger, gekündigt hat. In einem Interview mit dem «Bund» vom Dienstag sprach die Professorin von einer «unüberlegten Hauruck-Übung».
Mittel genügten nicht
Das Rektorat teilte am Mittwoch mit, schon 2004 habe eine externe Evaluation der Sozialwissenschaften ergeben, dass die Mittel nicht genügten, um die drei Bereiche selbständig weiterzuführen. Nach der Aufhebung des bisherigen Angebots im Bereich Medienwissenschaften sei der Entscheid für den gemeinsamen Studiengang gefallen.
2007 habe die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät den entsprechenden Auftrag erhalten, 2008 habe der Regierungsrat das Vorgehen gutgeheissen. Der Auftrag sei aber durch Widerstand aus der Soziologie systematisch verzögert worden. Um klare Verhältnisse zu schaffen, werde der Studiengang im Herbst eingeführt. (bs/sda/)
Erstellt: 13.05.2009, 16:02 Uhr
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