So sollen Engpässe auf Berner Autobahnen beseitigt werden
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Für die Verkehrsentlastung auf der A1 zwischen Weyermannshaus und Schönbühl prüft der Bund nach wie vor zwei Lösungsansätze, wie das ASTRA am Freitag mitteilte. Es sind dies der Ausbau der Autobahn auf acht Spuren sowie ein neuer Bypass mit zwei Tunnelröhren.
In einem ersten Schritt seien nahezu zwanzig mögliche Untervarianten geprüft worden, schreibt das ASTRA. Alle möglichen Lösungen würden nun einenander gegenübergestellt und bezüglich Wirkung, Kosten und Verträglichkeit bewertet.
Beim Bypass stehe das Problem der hohen Kosten im Vordergrund. Diese Variante, die nach früheren Erkenntnissen rund 2,4 Milliarden Fr kosten könnte, wird von den Berner Behörden aber als einzig gangbarer Weg bezeichnet. Bei der Lösung mit einem zweiten Felsenauviadukt könnte laut ASTRA die landschaftliche Verträglichkeit problematisch sein.
Vier Lösungsansätze für A6
Die zweite Vertiefungsstudie betrifft die A6 zwischen Wankdorf und Muri. Auch hierzu sei eine Vielzahl unterschiedlicher Kombinationen von Ausbau- und Bypass-Varianten diskutiert worden, heisst es in der Mitteilung.
Grundsätzlich gibt es vier Lösungsansätze: der Ausbau der bestehenden A6 zwischen Wankdorf und Muri, ein kurzer Tunnel-Bypass vom Zentrum Paul Klee bis Saali, ein Bypass vom Zentrum Paul Klee bis Muri und ein langer Bypass zwischen Wankdorf und Muri.
Eine Ergänzung der Fahrstreifen beim Anschluss Ostring sei als nicht verträglich beurteilt worden, schreibt das ASTRA. Im Bereich der Gemeinde Muri bestünden von Seiten der Anwohner grosse Bedenken gegen eine reine Spurenergänzung. Deshalb würden nun Lösungen wie der vorgeschlagene Seidenbergtunnel geprüft.
Foren geplant
Im Frühjahr will das ASTRA Foren mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verkehrsorganisationen durchführen, um die Interessen und Anliegen der Bevölkerung «bestmöglich» berücksichtigen zu können. Bis Mitte 2011 werden die verbleibenden Lösungen vertieft auf die technische, verkehrliche und umweltrechtliche Machbarkeit geprüft.
Anschliessend ermitteln die Experten in einem detaillierten Variantenvergleich, der auch Kosten und raumplanerische Aspekte einbezieht, die besten Lösungen.
Die Ergebnisse aus den beiden Studien fliessen in die zweite Botschaft zur Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz ein. Diese Botschaft soll den Eidgenössischen Räten Anfang 2014 vorgelegt werden.
(bs/sda)
Erstellt: 25.02.2011, 16:03 Uhr
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