Saudischer Tourist stirbt beim Raften in der Lütschine
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- Der tödliche Riverrafting-Unfall erinnert an die Saxetbach-Tragödie
- Zweite Verletzte nach Rafting-Unfall gestorben
Ein Verletzer wird von der Rega geborgen. (Bild: Claudius Jezella)
Aus ungeklärten Gründen war der Mann am Montagnachmittag bei Wilderswil ins Wasser gefallen. Er trieb längere Zeit in der Lütschine, ehe er bewusstlos geborgen werden konnte. Der Mann sei noch am Montagabend verstorben, teilte die Polizei am Dienstag mit.
Insgesamt 13 Touristen aus Dänemark, Kanada, USA und Saudi- Arabien waren in Begleitung zweier Guides unterwegs. Mit zwei Booten waren sie unterhalb des «Dangelstutz» zwischen Zweilütschinen und Wilderswil zur River-Rafting-Tour gestartet.
Nebst dem Saudi fiel noch ein zweiter Teilnehmer kurz nach dem Einwassern in die Lütschine. Er konnte nach kurzer Zeit geborgen werden und durfte das Spital noch am Montagabend wieder verlassen. Der genaue Unfallhergang werde weiter untersucht, teilte die Polizei mit.
Nicht der erste Unfall
Das Berner Oberland gilt als Anziehungspunkt für Abenteuersportler. Immer wieder kommt es auch zu Unfällen. In der Gegend des Dangelstutzes bei Wilderswil hatte sich bereits 2009 ein tragisches Riverrafting-Unglück auf der Lütschine ereignet. Damals wurden zwei Touristinnen schwer verletzt geborgen. Beide starben später im Spital.
2003 kam ein Lehrer bei einem Riverrafting-Unfall in der Lütschine ums Leben. Im Saxetbach, ebenfalls in der Nähe von Wilderswil, starben 1999 über 20 junge Menschen bei einer anderen Abenteuersportart, dem Canyoning.
Auf der Kander kamen 2008 fünf Armeeangehörige um. Sie waren mit ihren Boten bei Schwellen in Wasserwalzen geraten. (js/sda)
Erstellt: 29.06.2010, 07:10 Uhr
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