Bern

Reitschule-Nein: Erich Hess plant Vorstoss auf kantonaler Ebene

Von Anita Suter. Aktualisiert am 26.09.2010 3 Kommentare

Der SVP-Politiker und Initiant der Reitschul-Initiative lässt sich vom Abstimmungsergebnis nicht abschrecken. Er plant nun einen Vorstoss auf kantonaler Ebene zur Behebung dieses «rechtsfreien Raums».

Erich Hess will nicht aufgeben.

Erich Hess will nicht aufgeben.
Bild: Andreas Blatter

«Die Ausgangslage ist von Beginn weg sehr schwierig gewesen», so die Reaktion von Erich Hess auf die Ablehnung (68 Prozent Nein-Stimmen) seiner Initiative «Schliessung und Verkauf der Reitschule». Drei Viertel der Stadtberner Stimmbürger seien links, so der SVP-Politiker. Die«linke Seite» habe den Stimmbürgern «Sand in die Augen gestreut». Ans Aufgeben denkt Hess aber auch nach dieser vierten Ablehnung einer Initiative gegen die Reitschule nicht.

Mehr Chancen auf kantonaler Ebene?

«Ich werde auf kantonaler Ebene einen Vorstoss einreichen», äussert er sich gegenüber bernerzeitung.ch entschlossen. Hätte die Abstimmung auf kantonaler Ebene stattgefunden, wäre die Initiative angenommen worden, ist Hess überzeugt. Denn dieser «rechtsfreie Raum» sei ein Reputationsproblem für den ganzen Kanton, nicht nur die Stadt.

«Ja zum schönsten Schandfleck Berns»

Hocherfreut über das «Ja zum schönsten Schandfleck der Stadt Bern» zeigen sich derweil die Verfechter der Reitschule. In einem Communique äussern sich das Solidaritätskomitee Reitschule bietet mehr, das Kultur- und Begegnungszentrum Reitschule Bern und die Interessengemeinschaft Kulturraum Reit! Schule.

5:0 für die Reitschule

Nach dieser erneuten klaren Ablehnung der «Ideen einiger restspopulistischer Scharfmacher» stehe es 5:0 für die Reitschule, heisst es darin. Das Komitee bedankt sich für die Unterstützung hunderter Menschen, welche einen Abstimmungskampf weit über die Grenzen hinaus geführt hätten. Die Reitschule sei mit viel Herzblut ein weiteres Mal erobert worden – und werde auch weiter gegen «abstruse Forderungen jeder Art» verteidigt werden.

Grünliberale fordern «verantwortliches Verhalten»

Auch die Grünliberalen der Stadt Bern zeigen sich mit dem Resultat der Abstimmung zufrieden. Man sei erfreut, dass die Reitschule ihre Rolle als innovative Kulturinstitution weiterhin ausüben können, heisst es in einer Mitteilung. Von den Reitschul-Betreibern fordern die Grünliberalen ein «verantwortliches Verhalten». So sollen die Anstrengungen für die Sicherheit der Besucher weiter verstärkt werden. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.09.2010, 16:39 Uhr

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3 Kommentare

Roland Näf

26.09.2010, 16:50 Uhr
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Ich hoffe doch sehr, dass der Entscheid der Bernerinnen und Berner zu Gunsten einer breiten Berner Kultur endlich akzeptiert wird. Das viele Geld, das solche Abstimmungen kosten, investieren wir besser in gute Konzerte und weitere Events in der Reithalle. Antworten


Uwe Punch

26.09.2010, 16:55 Uhr
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Ich finde Erich Hess hat nun genügend Steuergelder verschwendet und fordere ihn auf, eine Spende in fünfstelliger Höhe an Entwicklungsorganisationen zu leisten. Antworten



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