Protest im Herzen der Universität
Von Christian Brönnimann. Aktualisiert am 19.11.2009 43 Kommentare
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Es ist ein ungewohntes Bild, das sich derzeit in der Aula der Universität Bern dem Betrachter bietet. Anstatt ruhig Vorlesungen zu besuchen und Notizen zu schreiben, sitzen Studierende in Grüppchen am Boden oder an den Tischen im ganzen Raum verteilt und diskutieren. Hinten an der Galerie ist eine Hängematte festgemacht, daneben steht auf einem Transparent in grossen Lettern: «Freie Bildung statt marktgerechter Ausbildung». Vorne neben dem Rednerpult liegen keine Bücher oder Skripte, sondern thront eine Kaffeemaschine. Ein Beamer projiziert das Tagesprogramm auf die weisse Leinwand. Es besteht aus Workshops, Plenardiskussionen, Filmvorführungen oder gemeinsamem Mittag- und Abendessen.
Die Besetzung der Aula sei nicht geplant gewesen, sondern sei eine spontane Aktion, erklärt Philipp Lutz, der an diesem Morgen für Medienauskünfte zuständig ist. Als Student der Sozialwissenschaften im ersten Semester ist er direkt von aktuellen Veränderungen an der Universität Bern betroffen. Angemeldet hatte er sich ursprünglich für den gestrichenen Studiengang Politologie. Nach der Kundgebung vom Dienstag anlässlich des International Students’ Day habe die Idee einer Aula-Besetzung unter den rund 400 Demonstrierenden die Runde gemacht, erzählt Lutz. Im «allgemeinen Konsens» sei beschlossen worden, die Aula in Beschlag zu nehmen. Rund hundert Studierende verbrachten die Nacht auf Mittwoch in der Uni. Hinter der Aktion steckten keine Organisationen, sondern «gewöhnliche Studis», sagt Lutz. Ziel sei es, eine Plattform für die Anliegen der Studierenden zu schaffen und möglichst viele Kommilitoninnen und Kommilitonen zu mobilisieren.
Gegen Verschulung der Uni
Konkrete Forderungen an die Unileitung sind indes noch keine formuliert. In einem basisdemokratischen Prozess mit Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden formulieren die Besetzerinnen und Besetzer derzeit ihre Anliegen. Grundsätzlich gehe es um nichts Aussergewöhnliches, sondern um alte Forderungen wie eine Aufweichung der Bologna-Reform oder die Abschaffung von Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und Präsenzlisten.
Wie lange die Besetzung dauern werde, ist gemäss Lutz noch völlig offen. Eine Räumung befürchte er nicht, sagt er: «Die Unileitung würde sich damit selber blossstellen.» Das Gespräch mit der Leitung wolle man suchen, sobald die Forderungen klar seien.
SUB solidarisiert sich
Die Studentinnenschaft der Universität Bern (SUB) solidarisiert sich laut Vorstandsmitglied Anna Leissing mit den Protestierenden, hilft aber nicht aktiv bei der Organisation mit. «Die Besetzung ist ein legitimes Mittel, um den Missmut kundzutun», sagt Leissing. Die Anliegen seien dieselben, wie sie die SUB auf institutioneller Ebene seit Langem anbringe. «Dass andere Studierende durch die Aktionen die Vorlesung verpassen, muss leider in Kauf genommen werden.» In Mitteilungen unterstützen auch die Junge Alternative JA, die Juso und die Jungen Grünen der Stadt Bern die Protestierenden.
Ein Dozent, dessen Vorlesung direkt von der Besetzung betroffen ist, ist Marketingprofessor Harley Krohmer. Am Mittag erkundigt er sich direkt bei den Besetzern, ob sie die Aula für seine Vorlesung vom Donnerstag mit 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer freigeben. «Eher nicht», lautet die Antwort. Stattdessen werden Krohmer Megafon und Lautsprecher angeboten, um die Vorlesung draussen vor dem Hauptgebäude zu halten. Krohmer will nach eigenem Bekunden den Vorschlag prüfen. Er schätzt, dass der Protest nur von einem Bruchteil der Studierenden getragen wird. «Von meinen Studierenden ist höchstwahrscheinlich niemand hier», sagt er. «Die Mehrheit ist zufrieden mit den Studienbedingungen und will etwas lernen.» Andererseits finde er es generell gut, wenn Studierende ihre Anliegen einbringen, so Krohmer.
Dass nicht alle Studierenden den Protest gutheissen, bezeugt eine Stellungnahme der studentischen Grünliberalen. In der Mitteilung verurteilen sie die Aktion. Sie trage nicht zu einer Verbesserung der Lage bei, sondern führe vielmehr zu einer «Verhärtung der Fronten». Hinter dem Protest stehe «keinesfalls die gesamte Studierendenschaft», sondern eine «kleine Minderheit von Trittbrettfahrern». Auch das Vorgehen der SUB wird kritisiert. (Der Bund)
Erstellt: 19.11.2009, 07:38 Uhr
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43 Kommentare
@michael köpfli: die besetzung ist ultima ratio. bologna wurde schon vor jahren beschlossen. immer wieder haben sich die studierenden auf allen ebenen eingebracht, diskutiert, protestiert, papiere geschrieben, auf mögliche missstände hingewiesen. was hat es gebracht? jetzt diskutiert eine zunehmend breitere öffentlichkeit in ganz europa über die missstände an den universitäten. das ist ein erfolg Antworten
Lutz, Sprecher der Besetzer, der Name Lutz ist Programm. Lutz von der Uni und Lutz von der GsoA, beide agieren gegen staatliche Institutionen und dies auf Kosten der Steuerzahler. Wem die Bedingungen an der Uni nicht passen soll es mal mit ehrlicher Arbeit versuchen. Wir haben an den Unis sowieso viel zuviele Studis.Die Unis abwerten und die Techn. Hochschulen stärken wäre das Gebot der Stunde. Antworten
Es ist utopisch zu glauben, dass mehr als 200 Unzufriedene identische Forderungen haben. Die allgemeine Unzufriedenheit war spürbar, daher kam es zu der Demo, die in der Besetzung mündete. In Plenumsdiskussionen ist es nicht immer einfach die richtigen Worte zu finden. Qualität vor Quantität- wir erheben den Anspruch an uns, sinnvolle Forderungen zu stellen, die wir später vertreten können! Antworten
Jener Schund von Gratisblättern mit ihren reduktionistischer und undifferenzierter Sicht entlocken dem aufgeklärten Subjekt nur Hohn. Auch solche gestellten, suggestiven Photographien (wie jene oben) rufen förmlich zur Verachtung dieser journalistischen Arbeitsweise. Freudig stimmt, dass der Protest vermehrt Solidarisierung von Seitens der Dozierenden bekommt. Antworten
Mit indirekt staatlich finanzierten Demonstrationen habe ich echt Mühe. Wissen eigentlich die Demonstrierenden, wer ihr Studium im Grunde genommen finanziert? Meiner Ansicht nach gibt es viel zu viele Studierende; es sollte vermehrt selektioniert, und die Hürden an der Uni sollten höher gelegt werden. Was uns in der Schweiz fehlt, sind gute Handwerker!!! Antworten
@ Kaspar Helmle: Eine Besetzung sollte wie ein Streik eine Ultima Ratio sein. Zuerst einmal besetzen und sich dann Gedanken über konkrete Forderungen zu machen und dies noch als "Plattform für einen konstruktiven Dialog" zu bezeichnen ist schlicht lächerlich und ist ein Affront gegenüber jedem potentiellen Dialog-Partner. Antworten
Wenn sich eine Gruppe von Studierenden Gedanken über die aktuelle Bildungssituation macht, ist das nur zu unterstützen und überhaupt nicht verwerflich, nein sogar wünschenswert. Wir haben genug Studenten, die einfach nur Stoff lernen und diesen ungefiltert und unreflektiert aufsaugen. @zürcher: "arbeit macht frei" ist historisch leider extrem vorbelastet und in diesem zusammenhang unangebracht! Antworten
Um den Eindruck eines Happenings mal zu zerstreuen: Hier werden gerade jetzt konkrete Forderungen erarbeitet. Das ist harte Arbeit und nichts für Leute, die vom bequemen Sofa aus alles runtermachen. Die Besetzung ist als Platform für einen konstruktiven Dialog zu sehen, wer diesen also will, soll sich doch hier beteiligen. Antworten
Lächerlich ist, dass die Zahl der Studis, welche die Aula besetzt, kleiner ist als diejenige, welche durch die Besetzung am Studium gehindert wird. Weiter können die amateurhaften Transparent"lumpen" alles andere Ernst genommen werden. Und wenn sogar die Klatschzeitung BlickAmAbend in ihrem Bericht "Reggae statt Vorlesung" den Nagel auf den Kopf trifft, spricht dies nicht gerade für die Demoaktion Antworten
An alle Studierende der Universität Bern: Nach einer solch peinlichen Aktion einiger Studenten, ohne Background und mit einem 1. Semestrigen als Mediensprecher gibts nur eines. Sofortiger Austritt aus der SUB! Wieso genau solche Aktionen noch finanziell unterstützen? Antworten
Bildung beginnt nicht erst in der Uni. Die Missstände leider auch nicht. Ich bin froh, reissen die Studierenden eine Bewegung an, die vielleicht und hoffentlich über die Unimauern hinaus Wellen schlägt. Wir geben den Kindern genau vor, was sie zu welchem Zeitpunkt können müssen. Platz für den Menschen hinter dem Schüler bleibt da nicht mehr. Aber: "Das ist ja alles nur zu deinem besten." Antworten
Früher wurde studiert und nicht demonstriert. Als Student mit einem 30% Job blieb nichts anderes übrig. Auch damals gab es schon Studiengebühren und unsinnige Vorschriften. Auch damals gab es die "Stutiertensöhnchen." Aber der grösste Teil war echt mit dem Studium beschäftgt. Und Heute??? Wir demonstrieren mal, Wissen aber nicht wofür!!! Ist ein 68er Verschnitt aber ein sehr schlechter. Antworten
Habe volles Verständnis für die Kinder. Bologna, wie auch die *Neue Deutsche Rechtschreibung" sind Reformen der Reform wegen und bringen rein gar nichts ausser den Reformern. Ich wollte nebenberuflich eine Ausbildung zum "Junggesellen" machen, hab aber unter diesen Umständen keine Lust mehr darauf. Nicht jeder wurde mit goldenem Löffel im Mund geboren. Antworten
Ein erster Blick in die 'besetzte' Aula zeigt mir, dass eine Vielzahl der festsitzenden Personen gar nicht oder nicht mehr Studierende sind. Da machen sich die gleichen Kreise, die sonst auch in ähnlichen Kreisen auffallen, einfach mal gemütlich in den Uniräumlichkeiten - aus falsch verstandener Solidarität mit ausländischen Studierenden! Dürftig solche Aktionen! Antworten
ich unterstütze die studenten voll! bologna wird schon lange kritisiert, nur kümmert sich die allgemeinheit nicht darum. das stipendienwesen wird nicht verbessert, weil bürgerliche sich quer stellen, mit der folge, dass ihre kinder studieren können und die anderen z.t. über 20h/woche arbeiten müssen. für die räpplispalter: studis und akademiker zahlen auch steuern. Antworten
Sehr interessant finde ich auch die "Informationen der Unileitung" alle Achtung. Dass Herr Würgler ein Fan der Couchepins europhorischen Eliteunis einerseits und für den Pöbel, verschulte Pseudokaderausbildungsstätten befürwortet ist schon klar. Freier Geist, demokratische Universitäten, unabhängige Lehre schaffen auch kritische Studenten. Ein Gräuel auch für mittelmässige Professoren. Antworten
Studierende haben ein Recht auf Proteste gegen ein System, welches sie behindert am studieren. Aber wenn Aulabesetzer erstmal Forderungen nach einer Nacht formulieren müssen und der Sprecher der Besetzer ein Erstsemestler ist; dann scheint das für den Ottonormalverbraucher doch mehr als Neo68er als wirkliche Weltverbesserer. Denkt mal an all diejenigen, die euch das Studium durch Steuern finanzier Antworten
Ist im Hauptgebäude nicht die juristische Fakultät? Und ist die Besetzung der Aula juristisch gesehen nicht simpel und einfach Hausfriedensbruch und Nötigung? Aber es ist wie bei Demos in der Altstadt oder bei Hooligans während den Fussballspielen: in der Masse ist alles erlaubt. Viel besser als an einer CH-Uni kann man es als Student wohl kaum haben - die sollten mal nach Frankreich gehen! Antworten
Das Leben ist nicht immer Wunschkonzert. Demonstrierende die sich zuerst noch überlegen müssen gegen was, oder wofür sie eigentlich sind, wirken ja sowas von lächerlich und unglaubwürdig. Ich glaub denen gehts allen zu gut! Die waren doch alle schon 18 und sollten eigentlich ein erwachsenes Verhalten an den Tag legen. Ich würde Anzeige erstatten und den Saal räumen lassen. Antworten
@ Ueli Löffel: Die Grünliberalen Uni Bern bestreiten keineswegs, dass in der schweizerischen Hochschulpolitik einiges verbesserungswürdig ist, gerade im Stipendienwesen. Dass diese Besetzungsaktion aber in dieser Hinsicht zur Besserung beiträgt, darf doch aber sehr bezweifelt werden. Statt dieser Konfrontation, welche die Fronten noch verhärtet, sollte vielmehr der Dialog gesucht werden. Antworten
Tatsache ist, dass alle Medien über die Proteste berichten und so die berechtigten Anliegen der Studierenden hörbar werden. Wer den Protest mit der "zufriedenen Mehrheit" der Studierenden diskreditieren will, der verschweigt, dass sich die am stärksten Betroffenen eben wie so oft deshalb nicht wehren können, weil sie nämlich wegen Nebenjobs und verschultem Studium schlicht keine Zeit dafür haben. Antworten
Benennen wir doch die, die an den Misständen schuldig sind: Fakultätsdekanate, Institutsleitungen und z.T. Unileitungen. Mit ihrem Kantönligeist und ihrer föderalistischen "Autonomie"-Kleinkrämertum haben sie Bologna von Anfang an sabotiert. Nun haben wir den Salat und es wird auf den "aufmüpfigen Studierenden" rumgehackt. Kommentatoren, die keine Ahnung haben, sollen doch den Rand halten, echt! Antworten
Die Studenten haben recht in ihrem Protest; im privaten Sektor herrscht grausame Sinnlosigkeit. Die Eliten unseres Landes sind diskreditierter als Pommes Frites vom Automaten und die Wirtschaft wird von der Politik am Leben gehalten wie Tomaten in der Hydrokultur (insofern ähnelt unser Zustand ironischerweise dem Staatskommunismus). Und der Weg in diese Einöde ebnet uns die HR. Antworten
Die Studenten haben ein Thema aufgegriffen, das sie unter dem Schlagwort "Missstände" zusammenzufassen versuchen, und möchten jetzt auch mal ein bisschen Aktivismus machen wenn die anderen schon dabei sind. Bologna ist ganz bestimmt nicht problemfrei, aber es gibt schärfere Analytiker als Herrn Lutz. Niedlicher Event. Antworten
Die Schweiz hat voreilig und ohne ganz klare Notwendigkeit das Bologna-System eingeführt. Grosse deutsche Unis wie die LMU in München, haben Bologna erst auf dieses Semester hin eingeführt. Nicht nur StudentInnen kritisieren die Reform, auch eine Vielzahl der DozentInnen sieht erhebliche Mängel. Gut, dass jetzt endlich (!) eine (hoffentlich konstruktive) Diskussion in Gange kommt. Antworten
Forderungen im Klartext: Keine Selektion und somit auch keine Leistung, Bildung statt "Verschulung" sprich "in Musse im Hörsaal hängen". Keinen "Bezug zur Wirtschaft" sprich "Wir erwarten dann von Vater Staat einen sicheren und gut bezahlten Posten als Beamter. Und wer das bezahlt? Der Staat natürlich - äh - der Steuerzahler. Antworten
Ich empfinde Solidarität mit den demonstrierenden Studis in Bern. Zum Glück habe ich meines bereits vor der Bologna-Reform abgeschlossen, denn mit dem neuen System würde mir die Lust an der Bildung schlichtwegs verleiden. Vorallem in der philosophischen Fakultät soll die Bildungsreform und deren Massnahmen diskutiert werden, und ob sie nicht auf Kosten von Inhalten und somit Qualität fallen. Antworten
Die Uni und ihre Leitung, Professoren, Bildungsdirektoren und ihr Mitarbeiterstab und nicht zuletzt Politiker haben versagt. Nehmt doch endlich die Kritik der Studenten zum Anlass etwas zu verbessern, als faul rumzusitzen und sich zu verbarrikadieren. Sind die Proteste nicht genug? Antworten
Nur eine von den Interessen der Privatwirtschaft unabhängige Uni kann eine freie Ausbildung und Forschung gewährleisten. Dazu gehört ein gutes Stipendienwesen, welches auch weniger bemittelten Studenten den Zugang zur Uni gewährt. Eine Investition in Bildung zahlt sich aus und muss unabhängig der Wirtschaftslage geschehen, zumindest dies sollten die Grünliberalen der Uni Bern anerkennen! Antworten
95% der Studierenden gehen dem normalen Tagesgeschäft, sprich Unialltag nach. Somit kann ich mich den Vorrednern, welche diese "Demo" als Happening ohne wirklichen Inhalt abtuen voll umfänglich anschließen. Als Student an der Uni Bern möchte ich mich, wie viele meiner Komilitonen, von dieser Aktion vehement distanzieren. Probleme löst man mit realistischen Lösungsvorschlägen und nicht mit Trotz! Antworten
@ Beat Berner: Schoen waers, wenn die Wirtschaft nur momentan herrschen wuerde. Das Grunduebel ist, dass der Raepplispalt nicht nur von den S"V"P-Fehlsparern ueber Freiheit und Recht gestellt wird, und das nicht nur in der Bildung, sondern in immer mehr Lebensbereichen bis hin zu intimsten. Wirtschaft und Staat sollten wieder dem Buerger dienen, statt Staat, Buerger und Lohndoemper der Wirtschaft! Antworten
Ich glaube sehr wohl, dass es um eine inhaltliche Kritik geht; das Bologna-System hat äusserst fragwürdige Folgen. Die aktuellen Uni-Gebühren sind sicher tragbar, wenn sie ein Problem sind, sind es die Lebenshaltungskosten erst recht, und man müsste eher bei den Stipendien ansetzen. Allerdings wird in Wirtschaftskreisen eine massive Erhöhung der Studiengebühren verlangt, die inakzeptabel ist. Antworten
Als Student an der Uni Bern möchte ich klarstellen, dass die Besetzung lediglich von einer Minderheit der Studierenden unterstützt wird, die natürlich sehr laut und medienwirksam auftritt. Der Grossteil der Studierenden besucht weiterhin normal ihre Vorlesungen und ist auch mit den Studienbedingungen in Bern prinzipiell zufrieden. Der Protest ist ein inhaltsloser Event. Antworten
Eiin absoluter Affront gegen alle Studenten die jeden Tag ohne zu murren zum Studium gehen und noch dazu lernen müssen, nicht alle sind solche Möchtegernstudenten die kommen und gehen wie Sie wollen Hauptsache sie haben sich als Parasiten in einer UNI eingeschrieben. Wer Medizin studiert kann sich ein solches Verhalten gar nicht erlauben sonst kann er gar nicht an die Prüfung. Antworten
Es geht bei der Besetzung wohl weniger um die Studiengebühren an sich, sondern um den Fakt, dass es seit der Bologna Reform für Studenten sehr schwierig ist, neben dem Studium einen akzeptablem und längerfristigen Job zu finden. Das Studium ist dafür zu unflexibel. Resultat: Studierende, die von den Eltern finanziert werden kommen besser weg! Antworten
Was sich die Studierenden dabei überlegen? Wohl nicht sehr viel... Wer soll für Sie bezahlen? Woher kommt das Geld dazu? Bei der momentan herschenden Wirtschaft ist es fragwürdig solche Forderungen zu stellen! Andere wären froh, sie hätten noch Arbeit. Ein tolles Beispiel für zuküftige Ärzte usw... Antworten
Ich glaube nicht, dass es hier um eine inhaltliche Uni-Kritik geht. Es ist vielmehr ein Happening. Es läuft entlich was. Toll, eine Bewegung. Wir machen es wie in Österreich. Demo der Demo willen. Dass Forderungen "erst noch erarbeitet werden müssen" sagt alles. Unigebühren von ca. 100Fr. pro Monat sind tragbar - da reicht 1h Arbeit pro Woche! Dafür braucht man keine "reichen Eltern"! Antworten
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Beni Schmied
Stell' dir vor es ist Unibesetzung - und keiner geht hin! Antworten