Plädoyer in Zürich für den Erhalt des «Bund»

An der Generalversammlung der Tamedia plädierte gestern Mark Balsiger, Initiant des Komitees «Rettet den Bund», für den Erhalt von gut gemachten Kaufzeitungen.

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«Ohne gut gemachte Kaufzeitungen verliert die direkte Demokratie einen wichtigen Pfeiler», sagte gestern Mark Balsiger, Initiant des Komitees «Rettet den Bund», an der Tamedia-Generalversammlung in Zürich. Mitglieder der «Bund»-Redaktion, des Rettungskomitees und Vertreter der Berufsverbände Comedia und Impressum machten im Zürcher Kongresshaus den Aktionären klar, welche schwerwiegenden Folgen die bevorstehende Restrukturierung haben wird. Die Tamedia-Anteilseigner bekamen am Eingang ein Flugblatt mit «Bund»-Titel, auf dem auf den drohenden Stellenabbau hingewiesen wurde. Tamedia wurde aufgefordert, die Entlassungen mit einem grosszügigen Sozialplan abzufedern. Sowohl Balsiger als auch die Gewerkschaftsvertreterin von Comedia, Stephanie Vonarburg, waren im Besitz von Aktien, weshalb sie an der GV ein Votum abgeben durften. Balsiger informierte die meist älteren Aktionäre im Saal, dass 16000 Personen in Bern die Rettungspetition unterschrieben hätten. Er forderte die Geschäftsleitung auf, dafür zu sorgen, «dass die Redaktion nach Monaten der Verunsicherung endlich wieder in Ruhe arbeiten kann». Ein Kahlschlag könne «zum Bumerang werden», warnte Balsiger. Er appellierte an Tamedia, die 2008 einen Reingewinn von 106 Millionen Franken erzielt hatte, «Qualität zu fördern und nicht zu opfern».

Vonarburg sagte, die Arbeitnehmer fürchteten sich seit Monaten vor Entlassungen, von denen man in dramatischen Szenarien immer wieder höre – etwa von einer baldigen Massenentlassung beim «Tages-Anzeiger». Womöglich fällt der Entscheid für den «Tages-Bund», die Kooperation mit dem «Tages-Anzeiger», bereits an der heutigen Verwaltungsratssitzung. (mdü) (Der Bund)

Erstellt: 13.05.2009, 08:02 Uhr

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