Bern

Pflegeanbieter kontert Vorwürfe der Unia

Von Adrian Sulc. Aktualisiert am 30.06.2011 1 Kommentar

Die Unia wirft einem privaten Berner Pflegeanbieter vor, Lohndumping zu betreiben.

Betreuungs- und Pflegehilfen, welche im Stundenlohn bei der Home Instead in Bern arbeiten, seien von Lohndumping betroffen, schreibt Unia Bern. (Symbolbild/Keystone)

Betreuungs- und Pflegehilfen, welche im Stundenlohn bei der Home Instead in Bern arbeiten, seien von Lohndumping betroffen, schreibt Unia Bern. (Symbolbild/Keystone)

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Laut der Gewerkschaft verletzt der Berner Ableger des internationalen Franchising-Unternehmens Home Instead den geltenden Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft. Das Unternehmen halte den Mindestlohn von Franken 18.20 pro Stunde nicht ein und gewähre zudem einen Sonntagszuschlag von bloss 10 Prozent statt der gesetzlich vorgeschriebenen 50 Prozent, schreibt die Unia in einer Medienmitteilung.

Diese Anschuldigungen seien «undifferenziert und pauschalisiert», sagt Roland Lüthi, der Geschäftsführer der «Berner Dienste für Senioren GmbH», der lokalen Partnerin von Home Instead. Die Vorwürfe der Unia beträfen nur die tiefste der drei Lohnstufen in seinem Unternehmen. Dabei gehe es um Tätigkeiten wie Gespräche führen, spazieren oder Eile mit Weile spielen. Es sei unklar, ob diese Arbeit überhaupt als «Hausdienst» bezeichnet werden könne und somit dem Normalarbeitsvertrag unterstehe. Die Arbeit auf dieser Lohnstufe mache lediglich 5 Prozent der Arbeitszeit seiner 70 Teilzeitmitarbeiterinnen aus. Zudem, sagt Lüthi, bezahle er derzeit einen Stundenlohn von mindestens Franken 18.30 – 10 Rappen mehr als der Mindestlohn. Zum geringen Sonntagszuschlag sagt Lüthi, dass ein Zuschlag von 50 Prozent direkt auf die Kosten für die betreuten Senioren durchschlagen würde, was die Dienstleistung am Sonntag stark verteuern würde.

Die Unia und Lüthi haben für kommenden Mittwoch ein Gespräch vereinbart. «Dort, wo die Unia aufgrund der Rechtslage belegen kann, dass wir etwas korrigieren müssen, dort werden wir korrigieren», sagt Roland Lüthi. (Der Bund)

Erstellt: 30.06.2011, 08:25 Uhr

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1 Kommentar

Dominik Fitze

30.06.2011, 12:57 Uhr
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Hätte mich ja dann fast gewundert, wenn Herr Lüthi seine Angaben auf bernerzeitung.ch nicht revidiert. Antworten



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