Noch 4 Millionen Schulden bei UBS
Von Simon Wälti. Aktualisiert am 03.09.2010
Zwar hat die Grossbank UBS in ganzseitigen Inseraten hoch und heilig Besserung versprochen, und auch die Credit Suisse beteuert, aus den Fehlern gelernt zu haben – Zweifel bestehen jedoch weiter, ob dies mehr ist als Schall und Rauch. In einer gestern Abend im Gemeindeparlament behandelten Interpellation wollte Kathrin Morgenthaler (SP) wissen, bei welchen Banken sich Münchenbuchsee verschuldet hat. Die Kernfrage: «Ist der Gemeinderat auch der Ansicht, dass, solange bei der Lohnpolitik der UBS und der Credit Suisse keine Änderungen vorgenommen werden, auf Geschäfte mit diesen Geldinstituten verzichtet werden sollte?»
Derzeit hat Münchenbuchsee gesamthaft 26 Millionen Franken Schulden, 4 Millionen Franken davon bei der UBS. Immerhin wurden aber in den letzten zwei Jahren sechs Millionen Franken Schulden von der UBS auf andere Banken und Institute umgelagert. Von der Credit Suisse hat sich die Gemeinde kein Geld ausgeliehen, wie der Gemeinderat in der Antwort auf den Vorstoss schreibt. Am meisten Schulden hat Münchenbuchsee bei der AHV (8 Millionen) und bei der Postfinance (6 Millionen). Der Gemeinderat will weiterhin vor allem beim kostengünstigsten Angebot zugreifen: Liegen die Angebote aber nahe beieinander, soll auch das Verhalten der Banken eine Rolle spielen. (wal) (Der Bund)
Erstellt: 03.09.2010, 09:01 Uhr
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