Neuer Studiengang: Studierende reichen Beschwerde ein

Die StudentInnenschaft (SUB) sowie die Fachschaft Soziologie der Universität Bern akzeptieren den neuen Studienplan Bachelor Sozialwissenschaften nicht. Sie reichten Beschwerde gegen die bernische Erziehungsdirektion ein.

Die aufsichtsrechtliche Beschwerde richtet sich gegen die Universitätsleitung, wie die SUB und die Fachschaft mitteilten. Die Unileitung habe den Studienplan im Juli 2009 genehmigt, obwohl dieser «grobe rechtliche Fehler» enthalte. Er dürfe deshlab keine Rechtsgültigkeit erlangen.

Die Änderungen des Reglements über das Bachelor- und das Masterstudium und die Leistungskontrollen seien ausserdem bis zur Einführung des neuen Studienplans auf Herbstsemester Anfang August nicht von der Erziehungsdirektion genehmigt worden. Somit sei der Studienplan nichtig.

Weiter enthalte der Studienplan formelle Fehler bezüglich Fristen und Übergangsbestimmungen. Zudem hätten die Studierenden bei dessen Ausarbeitung nicht mitreden können.

Automatische Überführung

Als besonders störend empfindet die SUB, dass die konkrete Ausarbeitung des Studienplans nach der Anmeldefrist für Neustudierende begonnen hat. Somit würden neue Studierende, die sich etwa für Politikwissenschaften angemeldet haben, automatisch in den neuen Studiengang überführt und müssten Sozialwissenschaften studieren.

Bereits im Mai hatte die Fachschaft auf ihr Unbehagen gegenüber dem neuen Bachelor-Studiengang aufmerksam gemacht. Die darin vorgesehene Kombination von Soziologie, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft verunmögliche ein echtes Soziologiestudium, hiess es damals.

Das Rektorat argumentierte seinerseits, die Mittel genügten nicht, um die drei Bereiche selbständig weiterzuführen. (bs/sda/)

Erstellt: 20.08.2009, 14:38 Uhr

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