Neue Leitung für Dampfzentrale erst 2013
Von Brigitta Niederhauser, Christoph Lenz. Aktualisiert am 25.01.2012
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«Wir arbeiten unter Hochdruck», sagt Ruth Gilgen, Vorstandsmitglied des Vereins Dampfzentrale, «die Leitungsstelle wird so schnell wie möglich neu ausgeschrieben.» Denn die Zeit drängt. Ende März wechselt Roger Merguin, als Co-Leiter für den Tanz verantwortlich, ans Zürcher Tanzhaus Gessnerallee. Seine Nachfolge hätte die Tanzdramaturgin Bettina Fischer im Januar im Rahmen eines Teilzeitpensums antreten sollen. Doch Fischer warf Ende 2011 das Handtuch, noch bevor sie den Vertrag unterschrieben hatte.
Ende Juli verlässt auch Co-Leiter Christian Pauli die Dampfzentrale, der für die Neue Musik zuständig ist. Er verzichtet auf eine Verlängerung seines befristeten Vertrags, weil im Rahmen interner Umstrukturierungen sein Pensum von 70 auf 50 Prozent reduziert und die Co-Leitung abgeschafft wird. Mit diesen Änderungen in der Leitungsstruktur will der Vorstand den Tanz in der Dampfzentrale stärker gewichten.
Übergangsszenarien werden disktuiert
Das Anforderungsprofil für die Leitung wird laut Gilgen noch einmal überdacht. Einbezogen in die Diskussion werden auch die verschiedenen Interessenverbände. «Die Stelle werden wir vor Ende Jahr wohl kaum besetzen können», schätzt Ruth Gilgen.
Vor diesem Hintergrund würden nun in enger Zusammenarbeit mit dem Dampfzentrale-Team Übergangsszenarien diskutiert. Geprüft würden zusammen mit dem Dampfzentrale-Team Pensenaufstockungen und erweiterte Pflichtenhefte. Nicht erwogen wurde, das Engagement von Christian Pauli in der Dampfzentrale um ein paar Monate zu verlängern.
Bezüglich des Festivals Tanz in. Bern, das im Herbst stattfindet und das die designierte Leiterin hätte organisieren sollen, hofft Gilgen, die Öffentlichkeit bald über Durchführung und Programm orientieren zu können.
Was die Neue Musik in der Dampfzentrale betrifft, so ist laut Christian Pauli eine Programmgruppe gegründet worden. Neben ihm gehört ihr Roger Ziegler an, Programmassistent seit 2007, sowie Till Hillbrecht, der im Januar 2012 seine Arbeit in der Dampfzentrale aufgenommen hat. «Kontinuität ist hier gewährleistet», sagt Pauli.
Kanton nicht erfreut
Da der Kanton Bern zweitgrösster Subventionsgeber der Dampfzentrale ist, betreffen die Vorgänge auch das Amt für Kultur. Über die Vakanz sei sie «nicht sehr erfreut», sagt Barbara den Brok, Leiterin Kulturförderung deutsch. Den Entscheid, die Leitungsstelle nicht sofort neu auszuschreiben, könne sie derzeit nicht nachvollziehen, auch nicht, weshalb das Profil der neuen Leitung erst jetzt diskutiert werden sollte. Der Kanton stehe aber in Gesprächen mit allen beteiligten Parteien.
Zu allfälligen Akzentverschiebungen zugunsten des Tanzes kann sich den Brok indes nicht äussern. «Ich sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Dampfzentrale nicht im bestehenden Sinne weitergeführt werden soll.» (Der Bund)
Erstellt: 25.01.2012, 07:57 Uhr
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