Nacht der Religionen: Besuche bei den Andersgläubigen

Die Nacht der Religionen in der Stadt Bern öffnete Türen zu vielen Gotteshäusern.

Neufeld-Gymer als Moschee: Abendgebet mit Musik und Gästen. (Adrian Moser)

Neufeld-Gymer als Moschee: Abendgebet mit Musik und Gästen. (Adrian Moser)

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Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag an der dritten Berner Nacht der Religionen die Gelegenheit genutzt, sich mit fremden Glaubensrichtungen auseinanderzusetzen. «Glücks(ge)fälle» lautete das Motto der Veranstaltungsreihe.

Zwischen 18 und 23 Uhr gab es Gespräche, Musik und Feiern in Kirchen, Moscheen, Tempeln und der Synagoge. Eröffnet wurde die Nacht mit einem islamischen Abendgebet in der Halle des Gymnasiums Neufeld. Die Nacht der Religionen sei eine Art Messe für die in Bern gelebten Religionen, sagte Gerda Hauck, Präsidentin des Hauses der Religionen, an einer Medienkonferenz. Die Nacht schaffe Orte der Begegnung und des Dialogs. Das bestätigte der Hindu Sasikumar Tharmalingam. «Früher hatten wir Hindus in Bern Hemmungen im Kontakt mit Muslimen, weil wir nicht wussten, wie wir uns korrekt verhalten sollten, heute sind wir fast wie Brüder.»

Scharf verurteilte er die Pläne zweier radikaler Hindus, auf dem Bundesplatz einen Koran und eine Bibel zu verbrennen. Er und seine Gemeinschaft lehnten solche Aktionen ab: «Im Hinduismus ist für Bücherverbrennungen kein Platz.»

Vor Jahresfrist habe die anstehende Minarett-Initiative die Nacht der Religionen geprägt, so Gerda Hauck. In diesem Jahr sei das raue politische Klima ein zentrales Thema. Die Nacht zeige: «Wir müssen nicht ausgrenzen, wir können aufeinander zugehen.» (sda)

Erstellt: 08.11.2010, 07:51 Uhr

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