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Bern

Marc Adams Zukunft in Bern ist ungewiss

Das Stadttheater hat mit Problemen zu kämpfen, die nicht sofort gelöst werden können, weil die Institution in zwei Jahren eine völlig neue Organisationsstruktur erhält.

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In der ersten Dezemberwoche hat die Subventionsgeberin des Stadttheaters, die Regionale Kulturkonferenz (RKK), den Vertrag mit der Theatergenossenschaft gekündigt. Grund für die Kündigung ist die neue Organisation, in der das Theater und das Berner Symphonieorchester (BSO) zusammengeführt werden (der «Bund» berichtete).

Der Vertrag für die nächste Subventionsperiode wird mit der neuen Organisation abgeschlossen, die künftig über 36 Millionen Franken Subventionen verfügt. Allerdings müssen ihre Strukturen erst noch erarbeitet werden. Vor diesem Hintergrund ist die Zukunft des Intendanten offen. Marc Adam hat einen fünfjährigen Vertrag, der im Sommer 2012 ausläuft. Dieser enthält weiter eine Klausel, dass im Sommer 2010, nach drei Spielzeiten, über eine Verlängerung entschieden wird. Abgeschlossen hat Adam den Vertrag mit der Theatergenossenschaft, die am Ende der nächsten Subventionsperiode aufgelöst wird. Die Theatergenossenschaft kann Adams Vertrag also nicht verlängern. Was diese Pattsituation für den Intendanten bedeutet, soll in den nächsten Monaten abgeklärt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wollten sich weder Marc Adam noch Henri Huber von der Theatergenossenschaft dazu äussern.

Arbeitsgruppe unter Druck

Was die Ausgestaltung der neuen Organisation betrifft, so ist geplant, dass die Arbeitsgruppe unter der Leitung des Zürcher Kulturmanagers Jürg Keller erste Ergebnisse im Frühjahr präsentieren soll. Im Herbst soll der neue Leistungsvertrag der RKK vorgelegt werden, damit er 2011 genehmigt werden kann. Angesichts der ziemlich unterschiedlichen Vorstellungen von Theater und BSO, wie die neue Organisation strukturiert werden soll, ein reichlich ehrgeiziges Unterfangen. Zudem soll die Arbeitsgruppe nicht nur die beiden zerstrittenen Institutionen zusammenführen, sondern auch noch einen Vorschlag ausarbeiten, wie das Ballett, das erst abgeschafft werden sollte, erhalten werden kann. Buchstäblich in letzter Minute hatte Regierungsrat Bernhard Pulver zusätzliche Mittel in Aussicht gestellt.

Teure Sanierung nötig

Eine weitere Herkulesaufgabe, die bewältigt werden muss, ist die dringend nötige Sanierung des über 100-jährigen Gebäudes am Kornhausplatz, das in den letzten Jahrzehnten arg vernachlässigt wurde. So ist die Bühnentechnik aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres nur beschränkt einsetzbar. In welchem Zeitrahmen die Sanierung durchgeführt wird, ob das Theater geschlossen werden und wer längerfristig für den Unterhalt aufkommen muss, steht zurzeit noch nicht fest. Klar ist einzig, dass sowohl die Stadt als auch der Kanton Bern das Problem erkannt haben und die Stadtbauten im Rahmen eines Vorprojekts bis März 2010 abklären, wie hoch die Kosten für eine Sanierung sind, die heute auf 20 bis 30 Millionen Frankengeschätzt werden. (bnb) (Der Bund)

Erstellt: 15.12.2009, 07:38 Uhr

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