Mani Matter blättert von der Wand
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Das Werk, das ein unbekannter Künstler im vergangenen Frühling beim Rathaus hinterlassen hat, blättert langsam von der Wand.
Denn das Bild an der Stützmauer am Mani-Matter-Stutz wurde nicht direkt auf die Mauer gemalt und es handelt sich auch nicht um ein gespraytes Graffiti, wie die «Berner Zeitung» am Samstag meldete. Sie zitierte aus der Antwort des Gemeinderats auf einen Vorstoss von BDP-Parlamentariern, die das Bild retten wollten.
Das Mani-Matter-Bild sei auf Packpapier aufgemalt und wohl mit Kleister auf die Natursteinquader geklebt worden, schreibt der Gemeinderat. Das Bild zu unterhalten sei nicht möglich: Das Papier halte der Witterung nicht stand und könne nicht konserviert werden.
Inzwischen zeige das Material Auflösungserscheinungen durch Feuchtigkeit. Kleine Teile, die sich bereits von der Mauer abgelöst hatten, seien von Unbekannten weggerissen worden.
Bis zur Unkenntlichkeit
Immerhin gingen die städtischen Behörden mit dem Mani-Matter-Bild pfleglicher um als üblich mit anonymen Graffiti, Klebern und dergleichen. Diese werden in der Innenstadt für gewöhnlich innert 48 Stunden beseitigt.
Im vorliegenden Fall hat die Stadtregierung entschieden, das Bild an Ort und Stelle zu belassen, solange das Sujet noch erkennbar sei. Sobald dies nicht mehr der Fall ist, sollen die Überreste ersatzlos entfernt werden. (dam/sda)
Erstellt: 21.01.2012, 12:03 Uhr
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