Mädchen beim Bärenpark in die Aare gestürzt
Von Bernhard Ott. Aktualisiert am 11.08.2010 12 Kommentare
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Von einer Notrufsäule im Bärenpark wurde am Montagvormittag Alarm geschlagen. «Ein Mädchen ist in die Aare gefallen», schrie eine Stimme. Der Tierpfleger habe umgehend die Sanitätspolizei avisiert, sagt Tierparkdirektor Bernd Schildger. Vor Ort habe die Polizei aber niemanden mehr vorgefunden. Gemäss einem Bericht der Sendung «Schweiz aktuell» konnte das Italienisch sprechende Mädchen aus dem Tessin nicht schwimmen. An einem Steinvorsprung an der Aare habe es sich festgehalten und um Hilfe geschrien. Ein Anwohner habe das Mädchen gerettet. Es sei unverletzt geblieben.
Schildger und Gemeinderat Reto Nause (CVP) haben umgehend Sofortmassnahmen in die Wege geleitet. «Bis am Donnerstag in einer Woche wird auf den Treppen ein Metallzaun installiert», sagt Nause. Bis im Herbst soll eine definitive Sperre installiert werden. Dabei könnte es sich um eine mobile Lösung handeln, die bei Hochwasser entfernt werden kann. «Es ist ja nicht so, dass wir bisher nichts getan haben», sagt Nause unter Anspielung auf einen Bericht in der «Berner Zeitung», in dem das Sicherheitsproblem bei den Treppen thematisiert wurde. Bereits vor Wochen habe er einen Beschluss zur Installation eines Zaunes bis nach den Sommerferien in Aussicht gestellt («Bund» vom 10. Juli). Die schwankenden Pegelstände der Aare stellten an das Bauvorhaben aber besondere Herausforderungen. «Wenn sich Schwemmholz am Zaun verkeilt, könnte die Treppe Schaden erleiden.»
Bisher 1,7 Millionen Besucher
Nause und Schildger weisen darauf hin, dass der Bärenpark seit der Eröffnung 1,7 Millionen Besucher angezogen habe. Ein solcher Andrang sei beispiellos und in diesem Ausmass auch nicht vorhergesehen worden. «Das verändert die Rahmenbedingungen», sagt Schildger, zumal es sich bei den Besuchern mittlerweile oft um Touristen handle, die mit den Gefahren der Aare nicht vertraut seien. «An der Treppe zur Aare hin muss jetzt etwas geschehen.» Auch für das Personal sei die Situation belastend. «Sowohl beim jetzigen Vorfall als auch beim Sprung eines Mannes in den Park im letzten Winter war derselbe Tierpfleger im Einsatz», sagt Schildger. (Der Bund)
Erstellt: 11.08.2010, 07:20 Uhr
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