Bern

Leserbriefe: «Die Ka-We-De ist und bleibt für Bern eine einmalige Attraktion»

Aktualisiert am 11.12.2010 2 Kommentare

Die geplante Schliesslung der Ka-We-De sei «nicht nachvollziehbar», heisst es in drei Leserbriefen.

Die geplante Schliessung des Freibades sorgt für Unmut. (Adrian Moser)

Die geplante Schliessung des Freibades sorgt für Unmut. (Adrian Moser)

Ein Verlust für Gemeinde, Quartiere und Schulen

«Das Kirchenfeld kämpft für Ka-We-De», titelte der «Bund». Der Elternrat des Schulhauses Kirchenfeld kämpft mit. Die Ka-We-De wird von unserem Schulhaus und den dazugehörenden Kindergärten viel genutzt: Sportstunden finden im Wasser oder auf dem Eis statt, die Tagesschule verbringt viele Nachmittage in der Ka-We-De, das freiwillige Schulsport-Eislaufen findet in der Ka-We-De statt, das Schulsport-Schwimmen, falls es die Temperaturen erlauben. Zudem wird die Turnhalle der Ka-We-De von den Kindergärten des Schulkreises genutzt.

Diese Schulsport-Alternativen sind wichtig, weil die einzige Turnhalle des Schulhauses schon heute überbelegt ist (in einigen Lektionen ist die Turnhalle von zwei Klassen gleichzeitig belegt). Zudem ist die Ka-We-De ein wichtiger Treffpunkt unseres Quartiers. Ein Treffpunkt, wo Kinder wie Erwachsene zu Bewegung motiviert werden; wunderbar!

Ich bin überzeugt, dass die drohende Schliessung der Ka-We-De aber nicht nur unsere Schule und unser Quartier betreffen würde. Im Sommer und Winter wird die Ka-We-De auch von vielen Leuten und Vereinen aus anderen Quartieren und umliegenden Gemeinden genutzt. Auch für sie wäre die Schliessung ein Verlust.

Das Komitee Ka-We-De des Elternrates Kirchenfeld fordert aus diesen Gründen den Gemeinderat der Stadt Bern in einer Petition auf, ein Projekt zur Sanierung der Ka-We-De auszuarbeiten und diese langfristig als attraktives und familienfreundliches Sportangebot zu erhalten.

Silvia Marti, Komitee KaWeDe des Elternrates Kirchenfeld

Wichtig für den Breitensport

Im «Bund» wird ausgeführt, dass sich Kreise aus dem Kirchenfeld gegen die vorgesehene Schliessung der bei Jung und Alt sehr beliebten Mehrzweckanlage vehement zur Wehr setzen. In diesem Zusammenhang wird der Leiter des städtischen Sportamtes, Roger Schnegg, mit folgender Aussage zitiert: «In der Ka-We-De schwimmt man nicht, dort badet man.» Diese Aussage wirkt äusserst befremdend und entspricht in keiner Weise der Realität. Gerade im vergangenen Sommer habe ich festgestellt, dass sehr viele Hobby- und Freizeitschwimmer, jüngeren und älteren Jahrgangs, abends nach 18 Uhr im grossen Becken aber auch im Wellenbad ihre Längen schwimmen und auf diese Weise etwas für ihre Gesundheit und Fitness tun. Klar trainieren die Berner Eliteschwimmer nicht in diesem Bad; die Anlage ist aber für den ebenso wichtigen Breitensport nach wie vor bestens geeignet. Immerhin sei erwähnt, dass auch die Sommer-Meisterschaftsspiele des Wasserballklubs Bern im Wellenbad-Becken stattfinden.

Die Ka-We-De mit der Riesenrutschbahn und dem rassigen Wellenbetrieb, die bei der Jugend nach wie vor sehr beliebt sind, ist und bleibt für Bern eine einmalige Attraktion.

Unsere politischen Behörden wären gut beraten, nochmals gründlich über die Bücher zu gehen!

Ferdinand Bachmann, Bern

Eine Sportstadt braucht ein solches Angebot

Als sportbegeisterter Vater mit zwei kleinen Kindern ist für mich das Ansinnen, die Ka-We-De zu schliessen, nicht nachvollziehbar. Die Stadt Bern will zu DER Sportstadt der Schweiz werden und schliesst hierfür bestehende Anlagen. Das geht nicht auf!

Sich sowohl im Sommer als auch im Winter zu bewegen und dies auch den Kinder zu vermitteln, sollte das Ziel einer Sportstadt sein. Dies setzt jedoch voraus, dass familientaugliche Anlagen wie die Ka-We-De, welche die Bewegung und nicht den Spitzensport ins Zentrum setzen, der Bevölkerung erhalten bleiben. Zudem leistet die Ka-We-De (auch mit der kleinen Turnhalle) für das Schulhaus Kirchenfeld und die umliegenden Kindergärten einen wichtigen Beitrag, Kinder zur Bewegung zu animieren.

Die Schliessung der Ka-We-De wäre nicht nur ein riesiger Verlust für das Quartier, für welches die Anlage ein wichtiger Treffpunkt ist, sondern sabotierte auch die Bemühungen, Kinder ihre Erfahrungen in der realen und nicht in der virtuellen Welt machen zu lassen.

Aus diesen Gründen unterstütze ich die Petition «Rettet die Ka-We-De».

Christian Peter, Bern (bs/Der Bund)

Erstellt: 11.12.2010, 14:09 Uhr

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2 Kommentare

Nicole Meier

09.12.2010, 07:29 Uhr
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Wenn man die beiden Bäder schliesst, hat man Teures Bauland das man für Unsummen verkaufen kann. Nicht ohne uns, wenn schon eine Schliessung in betracht kommt, dann fragt aber vorher das Volk. Egal ob Sanierung oder Neubau, wir die Bevölkerung müssen es schliesslich bezahlen und nicht unsere Politiker. Darum, lasst das Volk entscheiden. Antworten


Dominique Kay

09.12.2010, 14:44 Uhr
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Ich bin in Bern geboren und aufgewachsen und in 1988 in die USA ausgereist.. Ich habe die besten Erinnerungen an die Ka-We-De. Die Freundlichkeit der Anlage wird in einem Sportkomplex niemals wiederholt werden.Ich hab mir oft gewuenscht es gaebe etwas Aehnliches hier in den Suburbs von Chicago, als meine Sohene juenger waren. Erhaltet Ka-We-De fuer zukuenftige Erinnerungen; sie ist einmalig. Antworten



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