Bern

Leserbrief: «Larson-Aus kommt etwas spät»

«Endlich verschwindet Gary Larson dort, wo er hingehört: in der Versenkung.»

Wie viele Jahre, Tag für Tag, sind nun die Larson-Cartoons auf uns Leser losgelassen worden: Mich dünkt, es müssten 10 Jahre sein oder noch viel mehr. Dass Gary Larson dies- und jenseits des Atlantiks nicht auf uneingeschränkte Begeisterung stiess, ist naheliegend; und wenn Sie nun dem Leser zugestehen, den Larson-Nachfolger auszuwählen, kommt dies wohl etwas spät.

Ich bin überzeugt davon, dass seriöse Leserumfragen während der allzu langen Larson-Laufzeit beim «Bund» ein vernichtendes Resultat erbracht hätten: Nur eine kleine Minderheit der Leserschaft hätte die Larson-Cartoons als «sehr gut», «gut» oder auch nur «lustig» eingestuft. Ich habe die Larson-Cartoons längst nicht mehr wahrgenommen und mir damit manchen Ärger erspart.

Carlos Hunziker, Bern (Der Bund)

Erstellt: 26.03.2010, 15:24 Uhr

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20 Kommentare

Helge BOMBER ™ Steinmann

28.04.2010, 07:56 Uhr
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Ja, Gary Larson ist ein absolutes Phänomen. Er hat sozusagen ein eigenes Cartoongenre geschaffen, dessen Nachahmer und Kopisten, auch hier in Dütschland, seine Universen und Ideen nahezu eins zu eins weitervollziehen. Zu gut ist dieser Humor, zu offensichtlich trifft er mit seinen Analogien ins Schwarze. Herrlich witzig und einzigartig sein Zeichenstil. Die Rente hat er sich verdient. Antworten


Dorian Jakob

28.04.2010, 03:25 Uhr
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Ich kenne niemanden der die Gary Larson nicht liebte. ich bin mit der anderen Seite hinter dem Bund aufgewachsen. Ich habe noch nie eine herumliegende Ausgabe nicht umgedreht um mich von Gary Larson unterhalten, belustigen und verwirren zu lassen. Auch wenn ich dann die Zeitung nicht gelesen habe. Alle in meinem Alter (22) lieben Larsons Zeichnungen. Schade sind die Nachfolger alle so normal. Antworten


Martin Grau

01.04.2010, 09:18 Uhr
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Die ANDERE SEITE wird mir fehlen. Larsons Betrachtungen der Dinge aus anderem Winkel finde ich bereichernd. Dadurch werden andere Möglichkeiten und - eben - andere Seiten sichtbar. Ich wurde täglich daran erinnert, dass die Dinge von denen ich denke sie sind wie sie sind, nur so sind, weil ICH DENKE, das sei so. Nun werde ich selbst diese andere Seiten entdecken (müssen) - vielleicht auch lustig! Antworten


Marianne Arn

01.04.2010, 06:35 Uhr
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Ich hoffe immer noch das dies hier ein schlechter Aprilscherz ist. Bin auch ein Rückwärtsleser (obwohl es ja seit der Neugestaltung des "kleinen Bund" zwei statt ein Handgriff braucht). Werde Gary vermissen! Antworten


Patrick Bergen

31.03.2010, 11:50 Uhr
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Darf ich zugeben: den Bund habe ich jeden Morgen "nur" rückwärts gelesen, also wirklich nur "the far side".... Aus "déformation professionnelle" schätzte ich die deutsche Fassung mit Englischem Background.... Je nachdem, wer Larson ablöst, werde ich den Bund immer noch "von Hinten" oder doch "von vorne" lesen. Patrick Bergen, Übersetzer, Neuchâtel (arbeite aber seit 35 Jahren in Bern). Antworten


Stefan Baumann

30.03.2010, 01:00 Uhr
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Gary Larson: Soviele graue Tage im Jahr und trotzdem hast dus immer wieder von neuem geschafft, ein Lächeln auf mein Gesicht zu zaubern. Ich dank dir dafür tausend mal! Antworten


Heinz Schmocker

29.03.2010, 14:02 Uhr
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Gary Larson, einer der faszinierendsten Cartoonisten seit Jahrzehnten! Seine Tierphysiognomien z.B. (Kühe, Pferde, Bären etc) - mit ein zwei Strichen treffend charakterisiert - sind unerreicht. Leider sind die Texte z.T. unglücklich übersetzt , so dass sie den Kern manchmal nicht klar treffen. Aber das tut der Sache keinen Abbruch: Gary Larson ist und bleibt schwer zu toppen. Etwas wird fehlen ! Antworten


stefan emmenegger

29.03.2010, 09:23 Uhr
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Gary Larson hat für mich einen einzigartigen, unverwechselbaren Humor. In einer Zeit, in welcher sich die beiden Lokalzeitungen inhaltlich immer weiter überschneiden, konnte sich der Bund zumindest beim Comic positiv abheben. Ich hatte aber stets das Gefühl, dass die Comics eher bei jüngeren Leuten beliebt waren und ältere Leute sie häufig gar nicht verstanden und sich deshalb darüber ärgerteten.. Antworten


Stéphanie Penher

26.03.2010, 17:14 Uhr
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Chappatte wäre ein würdiger Nachfolger, wenn auch nicht vergleichbar. Es wird sich herausstellen, welchen Wert der Bund dem guten "Dessin de Presse" beimisst. Ich werde nicht nur Larsons Humor vermissen, sondern auch die sporadischen Übersetzungsfehler, die dem Bild eine weitere absurde Note verliehen haben. Antworten


Rodriguez Rodrigo

26.03.2010, 15:41 Uhr
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Gary Larson brachte einen Hauch Weltpresseniveau in eine Regionalzeitung. Letztere hat aber nunmal die Leser, die sie nun hat (vgl. Leserbrief). Damit fallen wohl Chapatte und Orlando als Nachfolger weg, schade. Globi dürfte hingegen mehrheitsfähig sein. Ich höre Herrn Hunziker schon schallend darüber lachen. Antworten


Joel Jaun

26.03.2010, 13:44 Uhr
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Schade, dass Sie es so sehen, ich habe das nie so empfunden. Lustig oder nicht, für mich war es stets die andere Sichtweise die zählt. Nun denn, der König ist tot, lang lebe der König Antworten


Matthias Kunz

26.03.2010, 13:37 Uhr
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Als ich zum ersten Mal Gary Larsson las, hasste ich ihn. Es dauerte längere Zeit bis ich begriff, was der subtile Humor eigentlich bezweckt. Nun werde ich ihn vermissen. Antworten


mark herrmann

26.03.2010, 13:15 Uhr
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cary larson - der beste comic aller tageszeitungen! schade..... Antworten


Patrik Wyss

26.03.2010, 12:06 Uhr
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Es ist bedauerlich für all jene, die ob Gary Larsons Witze nicht lachen konnten. Ich werde seinen brillanten Humor vermissen. Die Cartoons waren immer das erste, was ich las. Antworten


Res Zinniker

26.03.2010, 10:39 Uhr
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Es scheint mir eher auf die Grundsatzfrage hinauszulaufen, ist Comic eine eigenständige Erzählform, oder ist das sowieso nur Pipifax? Ein beachtlicher Anteil Zeitungsleser ist wohl eher zweiter Meinung. Ich habe mich über Gary Larsons Tierwelt, jedenfalls meistens köstlich amüsiert. Ich freue mich aber auch auf frischen Wind, hoffe jedoch, dass es ein würdiger Nachfolger wird. Antworten


antonio greco

26.03.2010, 10:23 Uhr
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Herr Hunziker spricht wahrscheinlich eher auf die Cartoon-Seite der Sonntagszeitung (Haiopeis, etc.) an. Humor ist halt Geschmacksache. Interessant find ich, dass man sich ab einem Larson sogar ärgern kann.. Dieser gehört für mich definitiv zu den Besten seines Fachs! Antworten


Cornelia Mannhart

26.03.2010, 09:35 Uhr
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Schräger Humor oder Satire sind halt nicht jedermanns Sache. Larson (den ich vermissen werde) ist ein Meister seines Fachs und macht's den Betrachtenden eben nicht immer leicht: Manchmal braucht's u.U. schon eine ganze Weile, bis man die Pointe rafft. Vielleicht fühlt sich Herr Hunziker eher von der Gattung des Rundtisch-Witzes angesprochen - bei Larson ist er damit in der Tat schlecht bedient. Antworten


Torsten Zelger

25.03.2010, 17:22 Uhr
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Larsons Zeichnungen waren einzigartig. Ich kann aus eigener Erfahrung den Druck nachvollziehen, den ein Cartoonist hat, wenn er mal unter Vertrag steht. Was ein Cartoonist lustig und weniger lustig findet, muss nicht zwingend mit dem Leser übereinstimmen. Wenn ich einen Cartoon zeichnen möchte, schmunzle ich schon bevor er auf Papier ist. Wenn es sowei ist, dann ist der Witz für mich schon vorbei. Antworten


Beatrice Wyss

24.03.2010, 12:57 Uhr
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Was ist der Bund ohne Gary-Larson-Comic?! Natürlich immer noch eine gute Zeitung, aber der Comic wird mir fehlen. Auch wenn ich nicht jedes Bild gleich lustig fand, habe ich mich mit keinem Comic mehr amüsiert als mit Larsons Blick auf die Andere Seite. Es ist jammerschade, dass der einzige wirklich intelligente Comic vom Zeitungs-Markt verschwindet. Antworten


Meier Stephan

24.03.2010, 12:33 Uhr
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In jeder Hinsicht aussergewöhnlich treffend! Antworten



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