Bern

Leserbrief: Hindernisse für Gehbehinderte

Von . Aktualisiert am 09.03.2010

«Was mich aber gar nicht freut am neuen Bärenpark, sind die bestehenden Hindernisse für gehbehinderte Personen.»

Treppe im Bärenpark: Da kommt kein Rollstuhl hoch. (Valérie Chételat)

Treppe im Bärenpark: Da kommt kein Rollstuhl hoch. (Valérie Chételat)

Endlich haben wir einen Park für die Bären statt einen Graben! Das Möglichste wurde sicher getan, um annähernd artgerecht zu bauen. Das freut mich und Tausende andere Besucher. Gestern hat Finn ein Bad genommen, und Björk zeigte sich sekundenschnell mit Urs und Berna. Putzig!

Was mich aber gar nicht freut, sind die bestehenden Hindernisse für gehbehinderte Personen. Wie kann ein Mensch, der im Rollstuhl sitzt oder sonst nicht gut zu Fuss ist, den unteren Teil des Parks ohne riesige und viel zu steile Umwege erreichen? Und falls dieser Mensch den Abstieg schafft, wird es für ihn kaum oder gar nicht möglich sein, wieder auf das Niveau der Nydeggbrücke zu gelangen.

Wie ist es möglich, dass zig Millionen Franken für eine neue Anlage ausgegeben wurden, ohne dass die Verantwortlichen die Bedürfnisse jener Menschen eingeplant haben, für welche Treppen unpassierbar sind?

Als Mutter eines gehbehinderten Sohnes und im Namen aller gehbehinderten Personen, die beim Zuschauen der Bären auch ihren Spass haben möchten, fordere ich zusätzliche bauliche Massnahmen, zum Beispiel einen Treppenlift.

Ausserdem sollten oben zwischen früherem Graben und neuem Park einige Sitzbänke aufgestellt werden. Es gibt praktisch keine Sitzgelegenheiten. Ich frage mich: Ist es denn Luxus, wenn sich vielleicht ältere Leute oder Mütter und Väter mit Kleinkindern oder einfach Menschen, die sich ein wenig ausruhen möchten, hinsetzen wollen?

Ursula Andreani, Wabern (Der Bund)

Erstellt: 09.03.2010, 17:04 Uhr

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