Leserbrief: Die Hauptschuld liegt bei den Eltern
Aktualisiert am 03.09.2010 1 Kommentar
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Einige Argumente Herrn Näfs im Kampf gegen «Killerspiele» sind haarsträubend. Wenn Herr Näf beobachtet, wie 12-, bis 13-jährige Buben ein Wochenende lang solche Spiele spielen, dann findet er dies schlimm und nicht die Tatsache, dass Jungs in diesem Alter ein ganzes Wochenende vor dem Fernseher verbringen. Müsste ich ein Wochenende lang nur «Eile mit Weile» spielen, wär ich wohl genau so hochnervös, unkonzentriert und sicher auch aggressiv wenn ich zum 100. Mal nach Hause geschickt würde. Das hat mit der Art des Spiels nichts zu tun.
Die Argumentation, dass ein Spiel packt und dies deswegen absolut inakzeptabel ist, kann ich nicht verstehen. Wieso darf ein Spiel nicht packen? Heisst das dann automatisch, dass man Amokläufer wird? Ich spiele auf jeden Fall schon jahrelang, auch einige sogenannte «Killergames» und ich habe noch keine Sekunde meines Lebens mit dem Gedanken verschwendet, jemanden umzulegen. Herr Näf sollte mal eine Woche in einem Gamegeschäft hinter der Theke arbeiten. Wenn er dann sieht, dass viele Eltern den Verkäufer sogar anschnauzen, es gehe ihn nicht an, wie alt die Kinder sind, wird er merken, dass hauptsächlich die Eltern schuld sind, wenn ihre Kinder solche Spiele in die Finger bekommen.
Die Prävention gegen Killerspiele liegt nicht im Verbot sondern in der gezielteren Aufklärung unwissender Eltern.
Andy Joss, Bern
Erstellt: 03.09.2010, 09:42 Uhr
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