Bern

Kommentar: Man wird bescheiden

Von Thomas Allenbach. Aktualisiert am 22.06.2010

Nach jahrelangen Planungen und vielen Flops prüft das Kunstmuseum Bern eine bescheidene Lösung für die Abteilung Gegenwart: kein imposanter Bau, kein markantes architektonisches Zeichen.

Hat der Berg eine Maus geboren? So kann man das sehen. Angesichts der Vorgeschichte und der Rahmenbedingungen aber gilt: lieber eine pragmatische Lösung als ein weiteres Projekt, das sich als Luftschloss erweist. Zentral ist, dass endlich zusätzliche Ausstellungsfläche für die Gegenwartskunst geschaffen wird. Für die Inhouse-Lösung spricht dabei vieles: Die musealen Standards sind gewährleistet, der Betrieb ist kostengünstig, der künstlerische Kontext stimmt. Das Projekt, so möchte man meinen, hat gute Chancen, dass es auch realisiert wird. Allerdings: Die bisherigen Erfahrungen und die offenen Fragen bei Kosten und Finanzierung machen skeptisch. Zu oft schien die Lösung nah – und war doch so fern. (Der Bund)

Erstellt: 22.06.2010, 07:38 Uhr

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