Kanton zahlt 6 Millionen für neues Schiff

Aktualisiert am 11.03.2010

Die Bielersee-Flotte ist in die Jahre gekommen. Darum soll ein neues vielseitig einsetzbares Schiff gekauft werden. Der Kanton unterstützt das Vorhaben, weil die Schifffahrt ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist.

Zwei alte Kähne der Bielersee-Schifffahrt sollen durch ein neues vielseitig einsetzbares Schiff ersetzt werden: Unterwegs auf dem Bielersee.

Robert Grogg

Die Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft (BSG) will für 8,1 Millionen Franken ein modernes und polyvalent auf der Aare und den drei Juraseen einsetzbares, wintertaugliches Passagierschiff für 300 Personen beschaffen. Das neue Schiff soll im Frühjahr 2012 in Betrieb genommen und die beiden alten Motorschiffe «MS Büren» (Baujahr 1960) und «MS Seeland» (Baujahr 1932) ersetzen. Das neue und grössere Schiff ermögliche einen wirtschaftlicheren Einsatz und entspreche besser den heutigen Kundenbedürfnissen, schreibt der Kanton Bern in einer Mitteilung.

Mit dem neuen Schiff könne das Angebot weiter optimiert werden, was sich positiv auf die künftigen Jahresrechnungen auswirken werde. Die Finanzierung der für den Fortbestand des Unternehmens wichtigen Investition könne die BSG aber nicht selber sicherstellen. Dazu komme, dass die BSG eine bedeutende Rückstellung für ihre Pensionskasse habe tätigen müssen, wie der Kanton weiter schreibt.

Beitrag nur zur Beschaffung des Schiffes

Da das Schifffahrtsunternehmen eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung im Drei-Seen-Land habe, beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Beitrag von sechs Millionen Franken. Davon gehe ein Drittel zu Lasten der bernischen Gemeinden, so dass dem Kanton ein Nettobeitrag von vier Millionen Franken verbleibt. Der Beitrag des Kantons Bern ist an die Bedingung geknüpft, dass der Kanton Solothurn einen Anteil von zwei Millionen Franken leistet. Der BSG verbleiben damit noch Kosten von 100'000 Franken. Ausdrücklich ausgeschlossen werden Beiträge an den Betrieb und Unterhalt des neuen Schiffs.

Weiter soll das bedingt rückzahlbare Darlehen von 700'000 Franken für den Kauf der «MS Petersinsel» in eine à-fonds-perdu-Subvention umgewandelt werden. Der Kanton Bern hatte dieses Darlehen der BSG im Jahr 1974 gewährt. Es ist in der kantonalen Buchhaltung bereits vollständig abgeschrieben. Mit der Umwandlung will der Kanton die Bilanz der BSG entlasten. (tan/pd)

Erstellt: 11.03.2010, 15:57 Uhr

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