Kanton befürwortet Berufslehre für Sans-Papiers
Von . Aktualisiert am 27.04.2010 3 Kommentare
Der Kanton Bern hält Berufslehren für jugendliche Sans-Papiers an und für sich für eine gute Sache. Die heutige Regelung mache wenig Sinn, schreibt der Regierungsrat in seiner schriftlichen Antwort auf ein Postulat von Grossrätin Corinne Schärer (Grüne).
Eine Berufslehre gelte heute als Arbeitsstelle. Eine solche dürfe aber nur antreten, wer über gültige Papiere verfüge. Sans-Papiers stehe diese Möglichkeit deshalb nicht offen. Demgegenüber könnten sie aber ohne weiteres rein schulische Ausbildungen absolvieren. Diese Ungleichbehandlung sei fragwürdig. Dies insbesondere deshalb, weil bei einer Lehre ja die Ausbildung und nicht der Erwerb im Zentrum stehe, schreibt der Regierungsrat weiter.
Ständerat muss noch entscheiden
Die Thematik wird bereits auf nationaler Ebene diskutiert. In der ausserordentlichen Session zur Zuwanderung von Anfang März wurden zwei entsprechende Vorstösse im Nationalrat überwiesen. Nun ist der Ständerat am Zug. Je nach Entwicklung auf Bundesebene will der Kanton Bern entscheiden, ob eine Intervention angebracht und erfolgversprechend sei. Er empfiehlt dem Kantonsparlament das Postulat in diesem Sinn zur Annahme. (sda) (Der Bund)
Erstellt: 27.04.2010, 08:11 Uhr
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3 Kommentare
Je mehr Kantone und Gemeinden die Berufsbildung von jungen Sans-Papiers ermöglichen, desto besser! Der Kanton Genf ist dafür, die Stadt Lausanne ebenfalls und in der Stadt Nyon wird zur Zeit ein Vorstoss in diesem Sinne von einer Kommission des Gemeindeparlaments geprüft. Antworten
Das Menschen Flüchten müssen aus welchen Gründen auch immer ist schlimm. Sie können aber nicht erwarten das sie in jedem Land mit offenen Armen empfangen werden. Flüchtlinge aufnehmen ja, aber nur echte und denen eine Chance auf ein gutes Leben geben mit Arbeit. Wir haben nicht genung Platz und Geld für alle, es muss eine Lösung her. Antworten






Annemarie Studer
Wie ist der Stand heute? Und welche Ausbildungen , keine Lehren, könen SP durchlaufen? Mit freundlichen Grüssen Annemarie Studer Antworten