Jungbären Mischa und Mascha offiziell übergeben
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Das verwaiste Geschwisterpärchen aus den Wäldern Ussuriens kam vor einer Woche nach Bern in den alten Bärengraben.
Medwedewa überreichte dem Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät die Dokumente der russischen Braunbären und enthüllte eine kleine Gedenktafel am Geländer des Bärengrabens.
Mischa und Mascha tummelten sich derweil im Bärengraben und verfolgten neugierig das Geschehen. Sie sprangen immer wieder ins Wasserbecken und kraxelten zum Entzücken der anwesenden Zuschauern, Lokalpolitiker und Medienleute bis auf den höchsten Punkt der aufgetürmten Steine und Felsbrocken im Bärengraben.
Stadtpräsident Tschäppät, der sich im Namen der Berner Bevölkerung für das Geschenk bedankte, überreichte Medwedewa auch zwei Präsente. Die russische Präsidentengattin erhielt ebenfalls zwei Bären; einen grossen aus Schokolade und einen kleinen als Anhänger aus Gold, hergestellt von einem Berner Juwelier.
Zum Abschluss der offiziellen Zeremonie, die von einem grossen Sicherheitsdispositiv begleitet war, warfen Medwedewa und Tschäppät Rüebli in den Bärengraben für die beiden sieben Monate alten Tiere.
Medienrummel und Sicherheitsdispositiv
Auch zahlreiche Medienleute aus Russland waren nach Bern gereist. «Der Bärengraben sieht aber nicht sehr gemütlich aus», sagte etwa Natalija Slawina, Korrespondentin der russischen Nachrichtenagenur Itar-Tass zum neuen Zuhause der Jungbären. Sie hoffe, dass die Tiere, welche die Weiten der russischen Wälder gewohnt seien, bald einen grösseren Platz erhalten.
In den russischen Medien sorgte im Zusammenhang mit dem Geschenk des russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew ein Umstand für Erheiterung, sagte Slawina. Denn der Nachname des Präsidenten ist vom russischen Wort für Bären (»Medwed») abgeleitet. «Ein passendes Geschenk, also», fügte Slawina an.
Die Jungbären sind das Geschenk Medwedews und dessen Gattin anlässlich des ersten offiziellen Staatsbesuchs eines russischen Staatsoberhauptes in der Schweiz.
Vom Tierheim in den Bärengraben
Die verwaisten Jungtiere stammen aus dem äussersten Osten Russlands, wo sie Wildhüter aufgefunden haben. Die letzten Monate vor dem Umzug in die Schweiz lebten die Bären in einem speziellen Tierheim.
Vorerst hausen die beiden Tiere im grossen Bärengraben, wo sie einen Teil der insgesamt viermonatigen Quarantäne verbringen dürften. Der letzte Bär im Bärengraben war im April gestorben. Seither stand der Bärengraben leer.
Der Sichtschutz, der installiert worden war, um den Bären das Einleben im neuen Zuhause leichter zu machen, wurde entfernt, wie Stadtpräsident Tschäppät auf Anfrage sagte. «Wer Geduld und Glück hat, kann in den nächsten Wochen einen Blick auf die beiden Tiere werfen.»
Vorgesehen ist, dass Mischa und Mascha nebst dem Bärenpaar Finn und Björk die Bärenpopulation im Bären- und im Tierpark ergänzen. Ob alle vier Tiere einst im neuen Bärenpark leben werden, der Ende Oktober in Bern eröffnet werden soll, steht offen. Unter anderem kommt es darauf an, wie sich die Tiere miteinander vertragen. (el/sda/)
Erstellt: 22.09.2009, 16:46 Uhr


















