Jetzt kann niemand mehr einfach in den Bärenpark klettern
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Es handle sich um eine provisorische Sofortmassnahme, sagt Rudolf Lanzrein, Direktor der Stadtbauten Bern, welche die Installation im Auftrag der städtischen Sicherheitsdirektion ausführten. Später werde der Draht von einer ästhetisch überzeugenderen Installation ersetzt. Was genau definitiv montiert wird, ist laut Lanzrein noch nicht klar: «Geprüft werden zurzeit mehrere Varianten, denkbar ist etwa ein Glasaufsatz.»
Securitas und Fütterungsverbot
Als «völlig richtig» habe sich herausgestellt, dass rund um die Uhr ein Mann des Sicherheitsdienstes Securitas im Bärenpark sei, sagt Bärenpark-Direktor Bernd Schildger. «Am Samstag war der Securitas-Wächter der Erste, der die Polizei rief.» Schildger beorderte die Securitas angesichts des immensen Interesses nach der Eröffnung des Parks an – vor allem, um das Fütterungsverbot durchzusetzen. «Das ist schliesslich ein riesiger Paradigmenwechsel nach 500 Jahren freier Fütterung.» Wie gut es sei, dass nun ausschliesslich der Bärenwärter die Tiere füttere, habe sich beim Unfall gezeigt: «Nachdem Finn angeschossen wurde, liess er zwar von seinem Opfer ab, zog sich aber nicht in den Stall zurück, wo er hätte eingesperrt werden können.» Erst der Wärter habe Finn in den Stall bewegen können, weil der Bär dort von ihm Fütterung gewohnt war.
Bezahlt werde das Sicherheitspersonal zurzeit aus der Kasse des Tierparks Dählhölzli, so Schildger. In Zukunft müsse die Finanzierung anders geregelt werden, etwa aus den Souvenirverkäufen im Laden des Bärenparks. Die Einnahmen seien gut: Bis letztes Wochenende hätten schon 150 000 Personen den Bärenpark besucht, die Führungen seien bis Ende Jahr ausgebucht.
Bär und Mann gehts besser
Finn geht es laut Schildger seit vier Tagen immer ein Stück besser. «Er macht einen guten Eindruck, hat buchstäblich einen ,Bärenhunger und knurrt ungeduldig, wenn er nicht sofort seine geliebten Trauben bekommt.»
Derweil hat der verletzte geistig behinderte Mann die zweite Operation am Mittwoch gut überstanden und ist auf dem Weg zur Besserung, wie Ueli Studer, Präsident der Könizer Vormundschaftsbehörde, sagt. (pmg) (Der Bund)
Erstellt: 27.11.2009, 08:35 Uhr
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