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Grosshöchstetter stimmen zum zweiten Mal über Badi-Kredit ab

Das Geld für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades hat hinten und vorne nicht gereicht: Nun ersucht der Gemeinderat um einen Nachkredit.

Die Kostenüberschreitung bei der Sanierung des Hallenbades hat in Grosshöchstetten hohe Wellen geworfen. Der 2008 gesprochene Rahmenkredit von 4,6 Millionen Franken wurde um mehr als 1,1 Millionen gesprengt. Und dies, obwohl noch nicht einmal alles realisiert worden ist, was mit diesem Geld auch tatsächlich hätte gebaut werden sollen: Auf den Neubau des geplanten Wellness-Pavillons wurde wegen der Mehrkosten und Umweltauflagen gänzlich verzichtet. Erst spät wurde erkannt, dass der Neubau in einer Gewässerschutzzone zu stehen käme. Am 26. September entscheiden die Stimmberechtigten nun über den benötigten Nachkredit und über die Frage, ob der derzeit sistierte Bau der Wellnessanlage doch noch angegangen werden soll.

Spa-Bereich nicht kostendeckend

Anders als vor drei Jahren empfiehlt der Gemeinderat den Stimmberechtigten, vom Bau des ursprünglich geplanten Spa-Bereichs abzusehen. Bedingt durch die markant höheren Investitionskosten, belaste das Hallenbad den allgemeinen Finanzhaushalt stärker als angenommen, schreibt der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft. Zudem werde es voraussichtlich nicht möglich sein, den Wellnessbereich kostendeckend zu führen. Sagt der Souverän trotz der finanziellen Bedenken des Gemeinderates Ja zum Projekt, so würde eine neue Variante ausgearbeitet. Diese würde laut Botschaft zusätzlich maximal 1,6 Millionen Franken kosten.

2008 hat die Gemeinde die Anlage vom Schwimmbadverein übernommen. Im Herbst letzten Jahres hat sich abgezeichnet, dass allein der Umbau des Hallenbades den Kreditrahmen sprengen wird. Als Grund für die Mehrkosten machte ein unabhängiger Experte verschiedene Gründe aus (siehe «Bund» vom 8. 7. und 9. 7.): fehlende Konstanz und unklare Verantwortlichkeiten, mangelhafte Projektorganisation und zu grosses Vertrauen in Planer. So seien etwa detaillierte Abklärungen der Bausubstanz erst nach dem Vorprojekt vorgenommen worden, und die Generalplanergemeinschaft habe einen Kostenvoranschlag ausgearbeitet, der auf zu geringen, «schlichtweg falsch eingeschätzten» Baukosten basierte. (Der Bund)

Erstellt: 03.09.2010, 09:10 Uhr

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