Bern

Für Tiere oder für Behinderte spenden?

Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 18.12.2009 13 Kommentare

Nach nur zwei Tagen wurde das umstrittene Finn-Spiel der Agentur «planBmedia» aus dem Netz entfernt. Die Verantwortlichen wurden von Reaktionen überrollt und wollen jetzt die Wogen glätten.

Screenshot aus dem Spiel.

Screenshot aus dem Spiel. (Bild: )

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Richtigstellung

Die Spenden flossen nicht wie bei Telebärn erwähnt auf das Konto von «planBmedia», stellt Geschäftsführer Dominique Schärer klar. Es handle sich um ein Business-Konto von Paypal, bei dem die Postchek-Daten des WWF hinterlegt wurden.

Dominique Schärer, Geschäftsführer von «planBmedia» war erstaunt über die Zahl der Reaktionen, die das Spiel auslöste. Um die Wogen zu glätten sah er sich nach den vielen negativen Reaktionen fast gezwungen, das Spiel vom Netz zu nehmen.

Im umstrittenen Spiel ging es darum, das Bärenpark-Drama virtuell zu «verhindern»: Der Spieler musste möglichst viele Plastiksäcke einsammeln, ohne von Finn attackiert oder vom Polizisten angeschossen zu werden. Unterhalb des Spiels waren zwei Spende-Buttons angebracht, einer für die Tierschutzorganisation WWF, einer für die Aktion «Denk an mich», die Ferien für Behinderte organisiert. «Wir wollen schauen, wo die User spenden», sagte Schärer vor ein paar Tagen.

«Es meldeten sich karitative Institutionen, die das Spiel unterstützt hätten, wenn die Medien nicht so negativ berichtet hätten», stellt Schärer fest. Namen nennen will er keine. Er betont auch, dass es durchaus auch positive Rückmeldungen gegeben habe. Und: Die meisten negativen Reaktionen seien dabei aus Zürich gekommen, nicht aus Bern.

Es wurde gespendet

Schärer hält fest, dass für beide Institutionen (WWF und die Aktion «Denk an mich») gespendet wurde. Genaue Zahlen wolle er aber keine nennen. Die Grundidee, effektiv messen zu können, ob eher für eine Tierschutz- oder eine Behindertenorganisation gespendet wird, könne er nicht weiter verfolgen. «Das Spiel war zu wenig lang online um verlässliche Resultate zu liefern», so Schärer.

Je nachdem was jetzt in den Medien weiter passiert, will sich Schärer noch in einem Communiqué an die Öffentlichkeit wenden. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.12.2009, 15:21 Uhr

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13 Kommentare

Thomas Müller

16.12.2009, 16:49 Uhr
Melden

Nicht gerade eine brillante Idee ... Dieses Drama mit Finn und dem geisig behinderten Mann sollte nicht für ein solches Spiel missbraucht werden - besonders auch nicht, weil, denke ich, der junge Mann wohl recht massive Verletzungen (Bisswunden u.a.) erlitten hatte, die kaum ohne Narben ausheilen werden. Allerdings waren Schutzengel mit dabei ... Mit denen liese sich ein solches Spiel spielen ..! Antworten


Annemarie Berlinger

16.12.2009, 17:11 Uhr
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Geschmacklos. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Antworten




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