Startseite · Immobilien · Job · Dating · Auto
 

Bern

Finn geht es leicht besser

Dem beim Drama im Berner Bärenpark angeschossenen Bären Finn ist es am Montag leicht besser gegangen. Das Tier ist etwas aufmerksamer als an den Vortagen, wie Bernd Schildger, Direktor des Parks, auf Anfrage sagte.

Von einem Polizisten angeschossen: Finn.

Von einem Polizisten angeschossen: Finn.

Der dreijährige Bär war am vergangenen Samstag verletzt worden, nachdem ein 25-Jähriger in dessen Gehege eingedrungen war. Das Tier verletzte den geistig behinderten Mann. Dieser befindet sich nicht in Lebensgefahr. Anders dagegen der Bär Finn. Auch am Montag war zunächst unklar, ob er die erlittenen Verletzungen überleben wird. Der Bär war von einem Polizisten mit Stoppmunition beschossen worden. Er wurde in die rechte Brustwand getroffen. Laut Schildger wurde das Tier die gesamte Nacht überwacht und am Montagmorgen vom Tierarzt erneut behandelt.

Finn habe wiederum Antibiotika und hoch dosiertes Schmerzmittel erhalten. Er sei etwas aufmerksamer und fresse wieder, nach wie vor liege er aber und habe Schmerzen bei der Bewegung. Ob der Bär, der im März 2008 in den Tierpark Dählhölzli gekommen ist, überlebt, könne frühestens am (morgigen) Dienstag gesagt werden.

Polizist hat richtig gehandelt

Inzwischen entflammte eine Diskussion darüber, warum der Polizist nicht mit einem Betäubungsmittelgewehr geschossen hat und warum er keinen Warnschuss abgegeben hat. Laut Schildger handelte der Polizist absolut richtig. Der Tierpark-Direktor zeigte sich trotz der tragischen Konsequenzen für den Bären dankbar für das Vorgehen des Polizisten. So sei der Einsatz von Narkosemitteln nicht möglich gewesen, weil der Bär bereits am Mann gewesen sei.

So hätte ein Schuss mit dem Betäubungsmittelgewehr den Bären zunächst noch mehr gereizt und das Mittel erst nach vier bis zehn Minuten gewirkt. «In dieser Zeit hätte der Bär den Mann töten können», erklärte Schildger. Auch für einen Warnschuss sei das Risiko zu gross gewesen.

Polizei gibt keine weiteren Informationen

Die Frage, ob der behinderte Mann alleine im Bärengraben war, konnte die Polizei auf Anfrage nicht beantworten. Das werde zurzeit noch untersucht. Auch über seinen Gesundheitszustand war nichts Neues zu erfahren. Ebenfalls nicht äussern wollte sich der Mediensprecher über das Befinden des Schützen. (rue/ap/)

Erstellt: 23.11.2009, 12:33 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

6 Kommentare

Kathrin Müller

24.11.2009, 11:24 Uhr
Melden

Ich hoffe von Herzen, dass Finn sich erholen wird und sende ihm viel Energie via Reiki, das ihm dabei helfen soll. Auch dem Betreuerteam wünsche ich alles Gute und gutes Gelingen! Ihr leistet enorm viel Arbeit mit den Bären, die dies ja auch verdienen. Antworten


Beat Käsermann

23.11.2009, 21:16 Uhr
Melden

Dieser tragische Vorfall erheischt viele Fragen. Besonders schlimm finde ich, dass niemand versucht hat, den Mann am Einstieg in das Gehege zu hindern! Und hackt nicht auf dem Polizisten herum, was hätte er denn tun sollen in dieser Situation? Diejenigen, welche nun voreilig (ver)urteilen sollten sich besser informieren. Ich hoffe; Finn und dem Mann geht es bald besser und wir alle gehen in uns. Antworten


Raphael Petit

23.11.2009, 15:05 Uhr
Melden

@BB: Dar Mann ist behindert. Ihre Hymne auf die Vernunft und die Eigenverantwortung könnte deshalb deplatzierter nicht sein. Antworten


Caroline Möschler

23.11.2009, 13:37 Uhr
Melden

Dies ist eine wirklich schlimmer Vorfall und mein Mitgefühl gilt voll und ganz Finn. Ich denke ganz fest an Finn und hoffe, dass er durchkommt und noch ein langes und schönes Leben haben darf! Finn - halte durch, alles Gute und viel Kraft! Antworten


Bommer Bastian

23.11.2009, 12:45 Uhr
Melden

Höhere Mauern, höhere Zäune, mehr Abschrankungen. An jede Brücke muss ein Zaun oder Netz, um jede Gefahrenstelle eine Mauer oder Abschrankung. Ob in der Stadt oder in den Bergen alles muss abgesichert werden. Wie recht hatte doch Friedrich Dürrenmatt schon 1990, die Schweiz wird immer mehr zum Gefängnis, wo die Eigenverantwortung und Vernunft auf der Strecke bleibt. Antworten


Nicole Meier

23.11.2009, 12:09 Uhr
Melden

Wünsche mir nur das Finn durchkommt und noch ein gutes Leben hat. Antworten



Bern

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Lokale Suche

Marktplatz

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Emil Frey AG Autocenter Bern

Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie ein Wochenende am Blausee für 2 Personen...

Jobsuche

Jobs, in die man sofort wechseln will!